Oh, wie schön ist Kanada!

 
20April
2015

Pferdebetten aufschütteln

Schwupsdiwups sind schon 10 Monate rum und ich bin an der letzten großen Station in meinem Abenteuerjahr angekommen - die W-Ranch.

Die Farm liegt in Parry Sound circa zwei Autostunden nordweslich von Toronto und wir von dem Schweizer Chris und seinen Eltern Renate und Peter betrieben. Täglich werden hier 14 Perde, 63 Hühner, 110 Kühe und 8 Hasen versorgt und dabei werde ich die nächsten zwei Monate so gut ich kann mithelfen.

Mein Alltag beginnt damit die Pferde-Ställe auszumisten. Hört sich schlimmer an als es ist, denn wenn man erstmal den Dreh raus hat, geht das ganze fast wie von selbst. Jetzt wo Nathalie, eine Pferdepflegerin aus der Schweiz da ist, vergeht die Zeit sowieso noch viel schneller und wir stellen fast jeden Tag einen neuen Zeitrekord auf. 

Ab und zu bekomme ich eine Reitstunde auf unserer süßen Haflinger-Dame Molly. Sie hat ein kleines Gewichtsproblem, doch das bekommen wir Woche für Woche auch in den Griff. Ansonsten liebe ich es mit zu einer Show zu gehen (zweimal durfte ich schon :)) Dort müssen die Reiter Dessur, Springen und Cross-Country (Naturhindernisse) vorführen und werden bewertet.

Tja,  die Tage vergehen einfach. Ich finde es toll hier zu sein und hätte mir es wirklich nicht schöner erträumen können. Tortzdem freue ich mich jetzt immermehr einfach nach Hause zu kommen. 

Un hier noch mein kleiner Liebling - Bless (Welpe) und Nathalie und ich bei dem Versuch ein Selfie vom Ausreiten zu schießen.

16April
2015

The Boys are back in Town...

An diesem Tag gönnten wir uns noch einen Morgen in Port Weller, bevor unser Weg wieder in  die Großstadt führte (übrigens sahen wir dort auch wieder die berühmten Canapengus :) Das ist eine von Paul getaufte Vogelart, die irgendwie etwas Pinguinhaftes haben und die er zuvor noch in keinem anderen Land gesehen hat.

Kaum in Toronto angekommen, schnappten wir uns wieder die Räder und auf ging es nochmal nach Kensington Market und Chinatown und auch das tägliche Footballspiel kam nicht zu kurz.

Am Abend bekochten wir dann unsere Gastgeber, es gab Wraps, auch für Sie etwas Neues und eine Herausforderung in Sachen Handhabung beim essen.

Tags darauf provitierten wir von Olivers Membercard und konnten kostenfrei in die Kunstgallerie,
interessant, doch da wir nicht die Fans des Gengres sind, flüchteten wir ein paar Straßen weiter ins Schuhmuseum.
Wer hier denkt es sei ein Museum für Frauen liegt falsch, denn es geht vielmehr um die Entwicklung des Schuhs und der Schuhmacherei auf den verschiedenen Kontinenten als nur um tausend schöne einzigartige Highheels.


Ein Tag vor Abreise, erfüllten wir mir noch einen Traum, das alte Hockeystadion hatten wir ja schon mehrfach betreten, denn es ist mittlerweile ein Lebensmittelladen, doch nun ging es in die Hockey-Hall-of-Fame und welcher Eishockeyspieler will da nicht rein?

Tatsächlich ist es wie ein Abenteuerspielplatz, man kann die Vergangenen Helden bewundern und sich selbst auf einer Interaktiven Torwand, an der Playstation oder hinter dem CN-Sportcenterpult, testen.
Und wenn wir etwas aus der Trophäenhalle mitnehmen konnten, dann die Gewissheit, dass wir uns eine Playstation und ein Hockeyspiel zulegen werden.



Von den Beaches zu den Wolkenkratzern, vom Hafen bis in jedes uns noch so fremdes Viertel, wir können behaupten, Toronto hat all unsere Erwartungen erfüllt und übertroffen.


Der letzte Tag Trieb uns in den Highpark, hier genossen wir die letzten gemeinsamen Stunden, die Zeit floss zäh dahin und ich hätte es am liebsten nicht wahrhaben wollen, dass die Zeit schon wieder um ist.
Resi setzte mich am Flughafen ab, wir checkten das Zusatzgepäck ein (leider müssen Schläger und Angel warten bis Resi fliegt - hoffentlich können sie da mit)

 

14April
2015

Weiß eigentlich jemand wie diese Wasserfälle heißen?

Tatsächlich ist dass schwieriger als gedacht, man kann sich eine Autofahrt lang den Kopf zerbrechen ob Sie nun Niagara-Falls oder Niagra-Falls oder doch eher Niergra-Falls genannt werden(unabhängig von der Schreibweise)
Doch die Lösung ist simpel man spricht sie Niagra(englisch betont) wie Viagra.

Wir schmorten bei 25°C und als wir uns der Fälle sattgesehen hatten, fuhren wir an den Nordstrand von Niagara on the Lake. Dort genossen wir den Nachmittag, bevor wir vom abendlichen Regen davon fuhren, nach St. Catharines.
Am nächsten Tag machten wir eine Tagestour zum Erie-See der Regen hat die Luft abgekühlt und so war unsere Sandburg von Nebel umhüllt (mit Eis im Hintergrund).
Nach dem wir auch diesen Tag in St.Catharines ausklingen ließen, folgte am Nächsten Tag die „Heimreise“ nach Toronto.

11April
2015

Schottisch durch Toronto

Nach einer der letzten regnerischen Nächte, wachten wir in Kingston auf.

Da wir vom Vortag nicht so viel von der Stadt hatten, fuhren wir nochmal nach Downtown und schlenderten die Straßen hoch und runter. Doch manchmal will die Zeit einfach nicht vergehen.

Und auch der Big-Apple in Coburg (berühmter Rastplatz an der Autobahn) war nicht so umwerfend wie erwartet. Es war weder Apfelsaison, noch hatten wir Hunger auf Apfelkuchen.

Also machten wir uns auf die Socken, dann kommen wir halt früher in Toronto an. Und da wären wir auch schon beim Thema:

Oliver, 71 Jahre jung, Schotte.
Wir wurden freundlich begrüßt und eingeweiht(sogar unser Auto darf im Trockenen schlafen)

und ehe wir uns versahen, hatte Resi einen Helm auf und wir drei standen mit Fahrrädern bewaffnet, in den Startlöchern zu einer Stadtrundfahrt.

Von Gaytown durch die verschiedenen Teile der Stadt, von Kensington-Market durch Chinatown, nach Downtown, vor unserem Reiseführer war kein Stadtteil sicher.

Ab dieser Tour waren wir immer mit dem Fahrrad unterwegs und was mit Fahrrad nicht ging,
war kein Problem, Oliver lud uns ein mittels Auto Greektown, das Indische, wie auch das vietnamesische Viertel zu erobern.


Der Abend klang dann gemütlich mit Oliver und Jill beim indischen Abendessen aus.

Wir genossen das sonnige Wetter und trafen sogar eine Freundin von Resi, aus Sunshine Village.

Unsere Tage in Toronto vergingen wie im Flug, weshalb wir auch unser Versprechen an Oliver und seine Lebensgefährtin, bezüglich des Kochens verschieben mussten, doch kein Problem, wir kommen wieder.

Und so sah es bei Oliver aus.

07April
2015

Potluck und das wichtigste von Ottawa

Wir trafen am Nachmittag in Ottawa bei unser Gastgeber Guliano, ein halb-italienischer Hauptstädter, ein.
Unsere Couch stand im Wohnzimmer, was wir mit einer Französin und einem Kater teilten.
Zu unserem Host gehörte noch ein kanadisch-deutscher Mitbewohner Killian, ein großgewachsener sehr sympathischer Kerl.

Nach anfänglichem Geplänkel wurden wir kurzerhand zu einem Potluck(jeder bringt was mit) eingeladen und da wir nichts hatten, luden wir alle hinten rein und fuhren Sie dafür, das klingt jetzt normal, stellt sich aber ohne Sitze für Passagiere, lustiger raus als gedacht.

Es ist ungewohnt aber schön, mitten in einen kanadischen Freundeskreis gewürfelt zu werden und auch eine Abwechslung sich auch mal in einer Gruppe zu unterhalten und auszutauschen.

Der Tag darauf begann spät, doch irgendwie trafen wir uns dann doch noch alle in der Stadt zu Gulianos Stadtrundgang.
Die Stadt ist gespickt von schönen und alten Gebäuden, von lustigen Plätzen und schönen Ecken und so begannen wir mit einem Frühstück in einer Bäckerei direkt in der Markthalle (wo selbst Obama schon Mapleleaf-Cockies aß).

Wir sahen die Parlamentsgebäude und auch den Peacetower, von innen, außen und oben

(Das Parlament hast ausgezeichnete Guides), das Kongresszentrum, den besten Don-Air der Stadt (riesig) und auch die Oper und den Rideaukanal der vom River-Ottawa abzweigt und im Winter die weltweit größte Eislaufbahn( auch, um auf Arbeit zu fahren) bildet.

Da uns die Euphorie an Gulianos Tour etwas fehlte, machten wir uns am nächsten Tag selbst auf Entdeckungstour , das hieß zwar zuerst Eislaufen und dann Shopping, aber entdeckt ist entdeckt.
Wir spielten vorm Technikmuseum noch etwas Football, bevor wir dann am Abend für unsere Gastgeber kochten, Chilli.

Am Tag danach folgte unsere Abreise, an und für sich von schönem Wetter begleitet. Unser Glück verließ uns dann aber leider dann ab Kingston, so dass der Abend im Kino ausklang.

04April
2015

Das Wunder von Quebec

Kaum das wir die Altstadt Quebec´s erreichten, war uns klar, hier wird es uns gefallen.

Wir hatten die Visitor-Infor noch garnicht betreten da waren wir schon hin und weg, vom Chateau Frontenac. Die Mitarbeiterin in der Info riet uns wir sollten das gute Wetter nutzen und nicht nur Innenstadt und den unteren Ring der Altstadt erkunden sondern auch unbedingt auch den nahegelegenen Montmorency-Fall besuchen, na das ist doch ein Plan.
Die Innenstadt ist unglaublich schön, auf dem oberen, als auch dem unteren Ring und alle Sehenswürdigen aufzuzählen wäre vielleicht zu viel des Guten, also genießt die Bilder.



Nach dem ein Großteil der Altstadt, sowie der Marketplace erkundet war, setzten wir uns also ins Auto und fuhren zu den nördlich gelegenen Montmorency-Falls.
Dieser Wasserfall ist wirklich schön und bekommt durch das Starke Eis rundherum und bei diesem sommerlichen Wetter, einen ganz eigenen Charme. Der Wasserfall ist 30m höher als die Niagara-Fälle und lockt uns sogar auf die Brücke die darüber verläuft.

Tags darauf begannen wir den trüben Tag mit Eislaufen. (an der Ostküste Kanada wird beim öffentlichen Laufen im 15min-Takt die Laufrichtung geändert)

Danach ging es wieder in die Altstadt, und wie es der Zufall wollte, fand Resi in dem ganzen Ekel-Mäkel-Wetter einen Eisverkauf und kaum hatten wir das Eis in der Hand, klarte es auf, verrückt, aber höre immer auf das Wort eines Eisfanatikers.

Zum Abend hin fuhren wir noch ein Stück aus der Stadt, bevor den nächsten Tag, der Fahrt nach Ottawa widmeten.

02April
2015

219 $ geschenkt !

Nach dem unsere Suche nach offenen Eishallen und Schwimmhallen auch heute erfolglos blieb,

warfen wir unsere Pläne über Bord und beschlossen, heute fahren wir so weit wie möglich nach Quebec.

Entlang der Küste, mit Zwischenstopp an einem leider geschlossenen U-Boot, mit kurzem Mittagsaufenthalt an einer Hovercraft-Werft, direkt bis Lévis.

Dort verpassten wir, kurz nach 9 den Ladenschluss, des örtlichen Walmarts und so auch unsere Möglichkeit einer Toilette.

Für einen Mann sollte das kein Problem darstellen, für die Damen sieht das schon ganz anders aus, außer heute. Während Resi sich wunderbar damit arrangieren kann, wollte sie scheinbar nicht, dass ich mich auch erleichtern kann, jedenfalls merkt sie in kurzen Abständen an, ich sollte es lassen.
Als ein weißer Sportwagen vorfährt, klärt sich ihre Sorge: Cops!
Es folgt eine Fragerunde und Personalienaufnahme, Fazit – Verwarnt wegen Pinkeln an öffentlichen Plätzen, die 219$ Bußgeld werden uns zum Glück erspart.

01April
2015

7 Stunden Fahrt wegen einem Stein

Sieben Stunden Fahrt wegen einem Stein

 

Wie all zu oft begann unser Tag auf einem Walmart-Parkplatz.
Der Nebel hing tief über Champelton und auf unsere Frühlingsvorfreude fiel Neuschnee.

Leicht betrübt über das Wetter, machten wir uns startklar und auf den Weg.

Sobald wir die Bucht verließen klarte es auf.
Jackpot! Percé Rocj wir kommen!
Nach ca. drei Stunden, sonniger, wenn auch diesiger Fahrt erreichten wir die Küste von Percé.

Doch welcher ist nun der Percé-Rock, freundlich und unverständlich wie die Akadier sind, haben sie uns natürlich zwei Felsen hingestellt.

Das Problem klärte sich von selbst, denn spätestens wenn man davor steht, weiß man,
welcher der Richtige ist.
(Die Bilder Sprechen für sich)




Als wir dann nach dem Mittag weiter Richtung Gaspé fuhren, unserem Tagesziel, war die neugewonnene Energie allerdings dahin.
Es war neblich, leicht verschneit und unromantisch.
Der Winter hat diesem verschlafenem Örtchen jeglichen Charme geraubt und auch Eis- und Schwimmhalle konnten nicht helfen, die waren geschlossen.

Also was hilft der Katzenjammer, wir kauften neue Verpflegung und fuhren weiter,
bis wir schließlich, nach weiteren Stunden Autofahrt, Spielen (Wer bin ich, Ich sehe was...)

und einem Dorfbewohner, der uns nicht auf seinem Rasen haben wollte,
in Saint Anne de Monts ankamen.
Mit eindrücken der Untergehenden Sonne und einem letzten Lightouse, bevor wir ankamen.
Respekt an Resi, die über 7 Stunden und mehr als 700Km allein gefahren ist.

29März
2015

Heart of Hockey oder das ist übrigens Brad Richards

Nach dem der Vorabend wiedermal mit Hockey und Schwimmen ausklang,

führte unser Weg an diesem Tag, in die kleinste Provinz Kanadas.
Kaum dass wir die Confederation-Bridge nach Prince-Edward-Island überquerten
(die weltweit längste Brücke über Eismeer), legte sich auch sofort der Nebel und die miese Straßenqualität.

Wir fuhren direkt nach Charlottetown wo sich nach betreten des Hauses unseres Couchsurferhost´s sämtliche gute Laune in Luft auflöste und uns der Ekel dazu trieb, das Haus ohne Weiteres zu verlassen. Dummerweise hatten wir unserem anderen Host schon abgesagt, egal fragen kostet nicht.

Und nachdem sich Resi noch ganz kunstvoll in der jeweiligen Einfahrt fest fuhr, lernten wir unseren Host kennen: Karyn!



Eine lebensfrohe ältere Dame, die scheinbar jeden auf PEI kennt.
So nahm sie uns am nächsten Tag gleich mit in die Kirche, nicht zu vergleichen mit deutschen Gottesdiensten, sondern vielmehr ein Familientreffen, bei dem wir nicht nur von jedem begrüßt sondern auch offiziell zur Andacht willkommen gehießen wurden, selbst als Heiden .

Karyn stellte uns Allan Andrews vor, aus dessen Talentschmiede nicht nur das Eishockeytalent Sidney Crosby  kommt, sondern auch Brad Richards(Chicago Blackhawks) neben dem wir zufällig im Auto saßen, da er etwas aus Karyns Kostümshop leihen wollte.

Wir wurden mit zu einem gemeinnützigen Pancakefrühstück genommen und anschließend zum Hockeyfinale der örtlichen Junioren.



Am nächsten Tag sind wir dann noch mit Schneeschuhen zur nahen Küste gelaufen, bevor wir dann mit Karyn eislaufen gingen. Das bedeutete für Sie gemütliche Runden drehen und uns Hockey und eine weitere nette Bekanntschaft:
Zwei ältere Herren, denen wir durch Leihgabe unserer Sticks zum zweiten kanadischen Frühling verhalfen.

Alles in Allem eine wunderbare Zeit und ein Höhepunkt unserer Reise, die uns nun in Richtung Gaspé führt.

25März
2015

Brennender Ziegenkopf

Nun ging es also weiter. Vorerst Richtung Süden fuhren wir die Ostküste von Nova Scotia auf der Küstenstraße bis zum kleinen Fischerort Lunenburg. Auf dem Weg hielten wir noch in Peggy’s Cove und kletterten über die Steine am Leuchtturm.

In Lunenburg gibt es weder einen Walmart noch waren die Campingplätze vom Schnee befreit also vielen beide meiner Übernachtungsideen flach. Paul hat kurzer Hand entschlossen direkt auf dem zentralen Parkplatz am Hafen zu campen. In diesem kleinen Ort hat das auch keinen gestört J Trotzdem kam ich mir ein bisschen komisch vor, auf dem Pier neben der berühmten Bluenose 2 den Kocher auszupacken und uns ein Abendessen zu zaubern. Was solls, der Typ auf der anderen Straßenseite kann ruhig starren.

 

In Yarmouth wurde das Wetter sehr angenehm, um nicht zu sagen sogar schon fast warm. Ich habe im Reiseführer unter einem Pavillon an der Wasserfront gestöbert und Paul hat die Angel ins Wasser gehalten und den Fischen gut zu gesprochen. Leider ohne Fisch zum Abendessen, hatten wir uns in den Kopf gesetzt am Leuchtturm zu übernachten. Es stellt sich heraus, dass dieser irgendwo im nirgendwo auf einer Landzunge weiter weg von der Stadt stand.

Auf dem Weg dorthin haben wir die Käfige für die in Nova Scotia bekannten Lobster (Hummer) gesehen.

 

Die letzten Sonnenstrahlen haben wir neben einem kleinen Bootshaus am Strand genossen und diesen Platz gleich zu unserem Schlafquartier erklärt. Am nächsten Morgen hat zwar mehrmals ein Auto neben uns gehalten und etwas wurde von oder zum Haus verladen, aber es hat sich zum Glück keiner an uns gestört!

 

Außerdem waren wir natürlich mal wieder eislaufen.

 

Auf dem Weg zum Burn Coat Head (Pauls Übersetzung: Brennender Ziegenkopf) haben wir dieses lustige Schild gesehen. Danach sind wir auf einen völlig verschneiten und vereisten Touristenplatz gekommen und konnten uns den Weg zu Klippe erkämpfen. 

21März
2015

Luxus in Halifax

Nach sieben Nächten im Auto haben uns Paul und ich für drei Übernachtungen in einem richtigen Hause mit 4 Wänden eingenistet. Ich habe sogar die Heizung auf 21°C gestellt, um es schön huschlig zu haben. Das stellt sich jedoch als viel zu warm heraus und wir haben uns beim schlafen fast Tod geschwitzt. Tja, an Luxus muss man sich eben auch erst wieder gewöhnen J

Gleich nach unserer Ankunft haben wir den Hafen inklusive Boardwalk und die Markthalle erkundet. Dort haben wir sobald eine deutsche Fleischerei als auch Bäckerei gefunden. Also gab’s Wiener und Brezel zum Mittag – perfekt!

Die ungeheuren Schneemassen hier sind jedoch alles andere als perfekt. Bis zu 5 oder 6m hat es in Nova Scotia diesen Winter geschneit und mittlerweile haben alle die Nase voll von der Kälte und sehnen sich nach Frühling.

Es gibt etwas was sich diesen Urlaub immer wieder bestätigt und was ich mit Anja un Vancouver schon festgestellt habe.

->Strand lohnt sich! – Egal zu welcher Jahreszeit!

Wenn der Wind dann doch zu kalt pustet, kann man ja immer noch nach Drinnen flüchten. In der Hall of Fame hat sogar Paul etwas Neues über Hockey gelernt. Halifax ist die Geburtsstadt von dem weltweitbekannten Spieler Sidney Cosby. Hier ein Bild vom Trockner in seinem Elternhaus auf den er Zielschießen gemacht hat.

20März
2015

On Tour

Lustige Einkaufswagenrolltreppen,

verängstigte Blicke,

oder schnelleres Essen, als im Drive-Thru,

 

Reisen bleibt spannend.

16März
2015

Boston - auf der Suche nach der Touri-Info

Unschwer zu erkennen ist unser Kingsizebett vollklimatisiert und mit bester Aussicht. 

Aber mal abgesehen vom Vorabend begann der Tag mit Sonnenschein und Restschnee, jedoch wärmster Laune und der Suche nach einer Touristeninfo. Davor jedoch stellte sich ersteinmal die Herausforderung der Parkplatzsuche... 

Wir waren auf dem richtigen Weg.

 

Egal ob man die Info findet oder nicht, in dieser Stadt ist man gezwungen an Sehenswürdigkeiten und Anziehungspunkten vorbei zu kommen und so war schon die Suche, mehr als erreichernd.

Wenn man die Info dann findet wird man auf einen roten Leitfaden(Freedom-Trail) hingewiesen, der durch die ganze Stadt gepflastert wurde und an allen historisch interessanten Punkten vorbei führt. 

So wurden wir am Ende eines sonnig, warmen Tages noch mit einem Blick über die Stadt und einem Eindruck der Hafenseite Bostons, belohnt.

15März
2015

Wo geht's denn hier nach Irland?

... im Grunde genommen an jeder Ecke, denn in Boston ist heute die große St. Patricks Day Parade. Ganz anders als alle Paraden die Resi und ich bisher gesehen haben, nahmen an dieser die unterschiedlichsten von Militär-,Staats- und Schuleinheiten teil.

Von den Marinecorps über die Afghanistanheimkehrer, von den Senatoren und Staatsoberhäuptern zu Rettungseinheiten und Paradebands der umliegenden Schulen, sowie unzähligen, dazugehörigen Pipes and Drum-Corps, war alles vertreten.

Die ganze Stadt trägt Grün und das mit Stolz, so hängt vor fast jedem Anwesen eine irische Flagge oder Anlehnungen an Irish-Harp oder Irish-Triangle.
Überall herrscht gute Stimmung und buntes Treiben und so kann auch der Regen, der zwar der Parade ein nasses Ende bescherte, den folgenden Tagen, die Begeisterung an der irischen Gemeinde nicht nehmen.

 

Und wie groß der irische Einfluss in Boston ist, dass merkt man schon beim Betreten eines Souvenirgeschäftes, denn 70-90% der hier angebotenen Shirts oder Andenken, beziehen sich auf nichts anderes als Irland, Grün, Bier oder St. Patricks-Day.

 

 

Und da es noch keine bildliche Erwähnung fand, gibt es hier mal einen Blick auf unser Hunderttausendsternehotel ;) 

13März
2015

Montreal – 17$ pro Stunde

Ankunft in Toronto, aber leider nur zur Hälfte

Eigentlich perfekt geplant, landet ich eine gute Stunde eher in Toronto als Paul. Eigentlich – da leider nur eines meiner Gepäckstücke ankam. Trotz Gepäckverspätungsmeldung konnte ich Paul noch am Gate empfangen und wir schafften es gut zur Bushaltestelle in Downtown, um gleich weiter 5¾h mit dem Bus nach Montreal zu gondeln. Hier hatten wir zumindest kein Problem mit Übergepäck, da mein verspäteter Rucksack direkt nach Montreal geliefert wird.

Gegen Mitternacht kamen wir endlich an. Danach noch 20min zu Fuß zum Hotel und wir konnten endlich ins Bett fallen. Am nächsten Tag sind wir in unsere Wohnung mitten in der Stadt gezogen. Unser Mitbewohner Renaud war super freundlich und außerdem kaum da, sodass wir alles für uns allein hatten.

Am Montag haben wir ein Auto gekauft und alles mit Zulassung und Versicherung fertig gemacht. Behördengänge sind nicht nur in Deutschland nervig. Nachdem das geschafft war, haben wir uns immer abwechselnd mit Sehenswürdigkeiten und Autoausstattung beschäftigt, denn Montreal hat noch so viel mehr zu bieten.

Zum Beispiel ein leckeres Grillhühnchen vom Spieß :)

Vom Parc du Mont Royal hat man einen fantastischen Blick über Stadt. Auf dem nahegelegenen Lac du Castor kann man auch eislaufen, doch das blieb uns dank 2 warmen sonnenreichen Tage verwehrt. Dafür konnten wir mit dem neuen Football, auf dem ein oder anderen Parkplatz, an unserer Wurftechnik arbeiten.

Die größte Kathetrale von Montréal hat uns mit ihrer riesigen grünen Kuppel von Anfang an fasziniert. Beim Besuch blieb es allerdings bei der Faszination von Außen. Die Innenausstattung ist für Europäer, die an jeder Ecke eine Kirche stehen haben, etwas enttäuschend.

Im "Little Ialty" lässt es sich toll über den Markt schlendern.

Die Altstadt ist klein mit vielen verschiedenen Läden, entwickelt bestimmt aber erst im Sommer ihren ultimativen Charme, da es dann auch Stände auf der Straße gibt. Ansonsten verbindet Montréal auf eine geschickte Art und Weise, Altes mit Neuem und wunderschönen Sonnenschein mit Schweinekälte. 

Nôtre Dame

Natürlich haben wir auch der "Hall of Fame" im Bell-Center einen Besuch abgestattet :)

 

 

Ruckzuck ging die Woche rum und schon sitzen wir im Auto und fahren nach Boston. Morgen gibt es dort eine große Parade zum St. Patricks Day und die können wir uns ja keinesfalls entgehen lassen!

24Januar
2015

Durchgestartet in Calgary

So liebe Leute, 

jetzt bin ich schon zwei Wochen in Calgary und man muss schon sagen: Ich bin richtig durchgestartet.

Dienstag: Ankommen
Mittwoch: Jobzusage
Donnerstag: Umzug ins eigene WG-Zimmer
Freitag: erster Arbeitstag

Wenn das mal kein Start ist, dann weiß ich auch nicht. Ich hätte es mir nicht besser erträumen können. Das Leben ist auf meiner Seite!

Ich wohne jetzt in einem äußeren Stadtteil von Calgary namens Deer Ridge. Es ist ruhig und gleich in der Nähe ist sowohl ein Einkaufszentrum als auch der Fish Crek Provincial Park. Wenn ich also nicht arbeite, gehe ich eine Runde spazieren oder joggen und vertreibe mir die Zeit so gut es geht.

 

Ich arbeite in einem amerikanischen Fast-Food Restaurant namens "DQ" (Dairy Queen). Ich habe mir erstmal ähnlich Verhältnisse wie bei McDonals vorgestellt habe, bin jedoch sehr positiv überrascht worden. Inhaber ist ein koreanisch Ehepaar, dass seit mehr als 10 Jahren in Kanada lebt. Sie sorgen für ein sehr familiäres und freundliches Arbeitsklima und das gefällt mir sehr. Auch wenn ich zunächst mit der "koreanischen" Art keine Gestik zu zeigen klarkommen musste, sind wir jetzt glaube ich langsam aufgetaut, denn ich bekomme immer öfter ein lächeln oder sogar ein Schulter klopfen. Außerdem sehr praktisch - wenn sie gute Laune hat kocht sie gern für alle Mitarbeiter. Freies Mittagessen? Check!

 

04Januar
2015

Silvester

 

Frohes Neues!

04Januar
2015

Hundeschlitten

04Januar
2015

Winter im Yukon

Das erste mal Eisangeln für mich

Snowmobile fahren :) 

Aurora Nächte

unser zuhause

die besten Gastgeber

Wildlife Preserve

04Januar
2015

durch die Rocky Mountains

Mein Lieblingssee - der Bow Lake

04Januar
2015

Schlittschuh laufen!

Renton

Vernon

Golden

Canmore

Sicamous

Canmore

25Dezember
2014

Kanada zu zweit

Paul und ich warenda mal ein bisschen unterwegs. Ich würde ja gern sagen:"Wir haben da mal was vorbereitet.", aber das ist leider nicht so. Also genießt die Bilder und stellt keine Fragen.

Skyline Seattle

Als vorfristiges Weihnachtsgeschenk haben wir us ein Abendessen im Restaurant der Space Needle gegönnt.

- Geschmack mit Aussicht - 

Unterwegs durch die Okanagen, immer gut ausgerüstet.

Vernon bei Couchsurfer Terry Black

Es hat mehr als 4min gedauert diesen überartig langen Zug zu überholen. In dieser Zeit haben wir mehr als 2km zurückgelegt.

 

Jackpot in Sachen Hotelzimmer in Edmonton. 3 Sterne - check!

22November
2014

working hard or hardly working.

Lange hat es gedauert und ich gebe zu, dass ich sehr faul war, aber jetzt habe ich es endlich geschafft, die Bilder der letzten Tage hochzuladen.

Es ist schon sehr genial hier mitten neben der Liftanlage im Skiresort zu wohnen. Ich arbeite als Tellerwäscher im Hotel und bekomme immer die Abendschichten von 4 bis Mitternacht. Ist zwar nicht mein Traumjob, aber er ist einfach und für ein paar Wochen kann man das schonmal machen. Viele sind super neidisch auf meinen Arbeitsplan, weil ich theoretisch jeden Tag 6 Stunden Ski fahren oder Snowboarden kann. Und da ich keine eigenen Ski habe und auch keine kaufen möchte (müsste ich auf meiner weiteren Reise nur rumschleppen) leihe ich mir von meinen Freunden hier alles zusammen und das klaopt ganz gut.

Bisher sind zwar leider nur 2 Lifte offen, aber für den Anfang ist es doch super. Man kann sich ganz in Ruhe einfinden und ausprobieren. Schließlich müssen die Muskeln erstmal wieder aufgebaut werden. Ski fahren ist gar kein Problem (mache ich ja auch schon ein ganzes Weilchen) und das snowboarden habe ich ganz neu versucht. Natürlich falle ich hin und wieder, aber ich kann die Kurven gut schlagen und es ist gar nicht so schwer sie ich es mir vorgestellt habe.

 

Bevor die Saison hier offiziel gestartet ist und die Lifts noch nicht in Betrieb waren, haben wir uns die Zeit mit Rodeln und Schneemann bauem vertrieben. Zum Glück ist denen in der Cafeteria nicht aufgefallen, dass ein paar Tabletts fehlen :) auf den lässt es sich prima den Hang runter rutschen.

02November
2014

Das weiße Gold

Worauf ich natürlich mit „Porzellan!“ antworten würde, kommt den Kanadiern etwas ganz anderes in den Sinn – Schnee! Alle freuen sich extrem auf dem Beginn der Saison und auch ich kann es kaum abwarten bis hier im Sunshine Village alles so richtig losgeht. Bisher ist viele noch sehr unorganisiert, jeder erzählt was anderes und das noch keine Gäste da sind gibt es für die Service-Mitarbeiter nichts zu tun. Das ist aber leider gerade nicht zu ändern und deswegen versuche ich mir immer vor Augen zu halten, wie abgefahren es doch eigentlich ist, dass ich hier mitten in einem Skiresort wohne, jeden Tag neue super nette Leute kennenlerne und für recht wenig Geld einfach nur mein Leben genießen kann. Apropos Geld, eigentlich bin ich ja hergekommen um zu arbeiten damit ich für meinem Urlaub mit Paul noch ein bisschen mehr sparen kann. Mein Boss hat mir von Freitag bis Dienstag frei gegeben und ich konnte mich gar nicht so richtig darüber freuen. Da habe ich im Mitarbeiter-Café nachgefragt und konnte gestern ein bisschen aushelfen. Ist doch schon mal was :)

 

29Oktober
2014

Sunshine Village

Seit dieser Woche hat sich mein Leben mal wieder komplett verändert. Am Montag habe ich in Sunshine Village, DEM Skigebiet hier in der Nähe von Banff angefangen zu arbeiten. Naja was heißt wirklich arbeiten. Ich bin in meine Staff Unterkunft eingezogen, habe meinen Arbeitsplatz gezeigt bekomme und viel viel über Sicherheit und die allgemeine Arbeitsweise erklärt bekommen.
Warum auch immer ich soviel Glück habe, lebe ich in dem "besten" Gebäude für die Angestellten, neue Einrichtung, neue Betten, frisch gestrichen, also alles seeeehr nice!
Der Gemeinschaftraum und Wifi-Empfang, so habe ich jetzt herausgefunden, ist in den anderen Gebäuden aber irgendwie wesentlich besser.

In unserer Freizeit haben wir das Skigebiet mal ein bisschen erkundet. Um die Aussicht von ganz oben zu genießen, wenn die Skilifts noch nicht in Betrieb sind, bliebt nur eins –hoch laufen oder eher steigen in unserem Falle mit Schnee bis übers Knie. Unsere fünfköpfige „Expeditionsgruppe“ bunt gemischt aus Australiern, einer Chinesin hat es nach einer Stunde Aufsteig bis zur oberen Liftstation geschafft. Super Blick sag ich euch!

23Oktober
2014

Paradies

Nicht auf dem Touriweg gibt es die schönsten Plätze - NEIN - meist findet man das Paradis auf der Nebenstraße. Genauso mit dem Arbaham Lake!

Auf dem Weg zurück nach Banff, haben wir nochmal am Peyto Lake gehalten und wurden vom vielen Schnee, der in den letzten Tagen dort gefallen war, total umgehauen.

22Oktober
2014

Hinten in Hinton

*Witze über Hinton von hinten oder ganz weit hinten hin Hinton konnten wir uns einfach nciht verkneifen.
Wir haben vor Hinton im Outback gecampt.

* Mit silbernem und schwarzem Tape bewaffent, haben wir das Willkommenschild von Hinton umgeklebt und ein Hinten drausgemacht :)

21Oktober
2014

zivilisiertes Jasper

Jetzt nach Saisonende wirkte Jasper schon ziemlich ausgestorben. Wir waren mal wieder dran mit duschen, aber leider hatte die Therme, auf die wir uns schon so gefreut hatte, geschlossen. Egal, dann sind wir eben ins Schwimmbad. Den Abend haben bei "Gone Girl" im Kino verbracht und sind danach wieder in unser auf dem zentralen Stadtparkplatz geparktes Auto gekrabbelt :)

Morgens haben wir erstmal unseren Camping-Kocher ausgepackt und Poridge mit Obst gemacht. Weiter gings zu einem Canyon und Wasserfall, dessen Namen ich leider schon wieder vergessen habe. Niemals vergessen werde ich aber, wie ich bei einer Kletteraktion für ein Bild ins Wasser gestürtzt bin. Zu Glück ist nichts schlimmes passiert und wir konnten nachdem ich mich mitten auf dem Parkplatz einmal komplett umgezogen habe, weiter zum Maligne Lake fahren.

Da standen dann ein Haufen "Ärsche" auf der Straße :)

20Oktober
2014

Athabasca Falls

19Oktober
2014

Icefields Parkway

Bilderreise durch die Rocky Mountains.

18Oktober
2014

Wie das Leben spielt

Jetzt sind schon wieder eine Tage und mehrere Gefühlsachterbahnen vergangen und ich kann die vielen Ereignisse schon gar nicht mehr richtig ordnen.

Kurzinfos:
- Die Australierin Rhiarna ist nach Hause gefahren. Hier wurde einfach alles zu viel. Ihr wurde Geld gestohlen, sie wurde auf Arbeit betrogen und dann noch Heimweh. Sie ist jetzt in Vancouver und fliegt in ein paar Tagen nach Hause.

- Endlich weiß ich was Heimweh ist. Nachdem ich ja erstmal etwas verloren war in Banff, habe ich mich ein bisschen löchrig gefühlt. Meine Abenteuerlust war einfach verschwunden und ich wusste nicht so recht wohin mit mir. Vielleicht ist es auch einfach neu für mich so irre viel Zeit zu haben. Bisher war mein Leben immer ausgeplant und ich konnte es kaum abwarten mich von einem ins nächste Abenteuer zu stürzen. Und genau dieses Gefühl habe ich jetzt zurück! Ich bin glücklich und voller Power!

Wie alles begann:
Zur Kopf-frei-bekommen und Entspannen bin ich abends in die Hot Springs Therme gegangen und habe den sehr nette deutschen Traveler Pawel kennengelernt. Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug zum Lake Louis gemacht.

*Bilder folgen

 

Wir haben uns superr verstanden und sind in den nächsten paar Tagen zusammen auf einen Roadtrip in die Rockies aufgebrochen.
Ziel: Berge, Seen, Wandern, Jasper, Hinton und so richtig wildes Campen. Im letzten Punkt blieb uns auch gar nichts anderes übrig, denn hier in Alberta werden Campingplätze außerhalb der Saison abgeschlossen. Tja, mit Bärespray bewaffnet und nach schönem Lagerfeuer am Abend haben wir uns zum gemütlichen Schlafen im Auto immer sicher gefühlt!

*Bilder folgen

Einer meiner absoluten Lieblingsplätze in den Rocky Mountains ist der Bow Lake. Direkt am Highway gelegen, wirkt er erst wie ein "ganz normaler See hier" (wenn man schon 10 gesehen hat, sehen die nächsten 10 nicht unbedingt so viel anders aus), doch er hat für mich einen ganz besonderen Charme. Wir haben eine Wanderung entlang des Ufers gemacht und sind am Canyon Fluss aufwärts noch etwas in die Berge Richtung Gletscher geklettert. Super Tour mit super viel Spaß!

 

17Oktober
2014

Spontanität ist alles!

In meinem Leben ändert sich gerade jede Stunde alles. Das ist wirklich verrückt und da ich grad so viel in meinem Kopf habe, bekomme ich fast gar nicht mehr zusammen, was ich die letzten Tage gesehen habe. Erfreut euch einfach an den Bilder. Später gibts wieder mehr von mir!

 

14Oktober
2014

Allein aber nicht einsam

Genau unter diesem Motto versuche ich gerade zu leben.

Ich bin jetzt seit zweiten Tagen wieder komplett auf mich alleine gestellt, und es fühlt sie so verdaammt lange an. Am Samstag habe ich die Anja am Flughafen in Vancouver verabschiedet und mich dann sofort auf den Weg nach Hope gemacht. Dort hat mich eine sehr nette Frau aus Großbritanien aufgenommen. Couchsurfen finde ich immernoch genial! Und wieder einmal hatte ich super Glück! Nadine hütete gerade das Haus für ihre Schwiegereltern und überlies mir deswegen einfach ihr kleines Appartement. Genial! und dazu noch freies Internet. Da musste ich mit Paul erstmal den ersten Schwall von dem flauen Gefühl in meinem Magen bekämpfen.

Am nächsten Morgen gings weiter nach Vernon, wo ich ein deutsches Mädchen abgeholt habe, die auch auf dem Weg nach Banff ist. Sie schlief bei einem Freund in der "Arbeitsunterkunft" und ich habe  es mir in meinem Auto (was direkt auf dem Parkplatz vorm Hostel stand) gemütlich gemacht. Ich habe mir einfach immer wieder eingeredet, es sei alles Einstellungsfrage alleine in einem Auto eigentlich illegal irgendwo nachts, hier wird es schon relativ kalt, zu schlafen. Tja egal ich habe es überstanden und es war gar nicht so schlimm. Ich bin froh die Erfahrung gemacht zu haben und bereue nichts.

Neuer Tag neues Glück. Wunderschöne rosa Wölkchen ziehrten den Himmel, als ich den ersten Blick aus dem beschlagenen Autofenster warf. Heute gehe ich zu meinem Job und zeige den einfach wie toll ich bin, sodass sie mich schon zwei Wochen eher einstellen. Kurze Vorgeschichte: Ich habe bereits einen Vertrag in Sunshine Village (Ski-Resort) beginngend am 27. Oktober unterschrieben. Der Typ mit dem ich das Telefoninterview hatte, sagt es passt super mit meinem Timing, weil am 14. ein Workshop beginnt. Also dachte ich, ich soll sicher am 14. schon da sein, weil die Vorbereitung beginnt. Ich habe per Email nachgefragt und vom Office nur die Antwort bekommen, dass mein Vertrag ja am 27. beginnt und dass sich dieser Typ eben heute noch bei mir meldet. Tja, das war vor 3 Tagen. Ab Freitag wird hier Thanks Givings gefeiert und das Resort hat zu bis einschlieflich heute, also konnte ich auch nichts erreichen. Mit ein paar kleinen Tipps von der Frau aus dem Visitor Center werde ich morgen also mein Glück versuchen. Sie meinte jedoch, dass die wirklich erst am 27. dort beginnen, was mich wirklich traurig machen würde, weil ich dann die zwei Wochen noch hier irgendwie verbringen muss. Was heißt denn aber muss? Ich muss ja nicht rumhängen. Ich bin hier im wundershcönen Banff, mitten in den Rocky Mountains wo es allerhand zu erleben gibt! Einziger Nachteil ist, dass es schon teuer ist und es eigentlich nicht mein plan war fast 500 € allein für ien Bett für die Zwischenzeit auszugeben. Außerdem wäre es echt der Wahnsinn für zwei Wochen hier irgendwo eine Aushilfe zu finden, dass ich vielleicht plus-minus null leben könnte, weil die alle erst binnen mindestens einer Woche einstellen. Aber der Tag Morgen bleibt abzuwarten und mal sehen was so passiert.

Glück hat mir der Tag heute trotzdem gebracht, denn ich ahbe Rhiarna aus Australien kennengelernt. Sie hat es gerade auch nicht einfach. Wenn ich ihre Geschichten so höre, muss ich immer wieder daran denken, was für ein Glückspils ich bisher doch war und das es eigentlich immer noch schlimmer sein könnte und ich bloß nicht verzweifeln sollte! Wir sind gerade genau das richtige für einander :)

Ich bin gespannt, was das Leben für mich bereit hält!

 

 

 

 

09Oktober
2014

Auf Ekelmekelwetter folgt Sonne

Den heutigen Tag verbrachten wir auf der Ferieninsel „Salt Spring“ schlecht hin. Nach einem eher grauen Trübsalmorgen nahmen wir die Fähre von Crofton und spielten 20min ununterbrochen Maumau.

Dort angekommen war es erstmal Zeit für einen Kaffee aus einem knuffelligen Kuddelmuddelladen und weiter gings auf einer nun sonnigen Spazierfahrt über die gesamte Insel.

Die Pferde, Schafe, Ziegen, Rehe, Bisons und Truthähne begeisterten uns besonders. Einfach richtig Urlaub! Die Bäume haben eine traumhafte Laubfärbung und bei milden 20°C lässt es sich toll im Auto mit offenen Fenstern und Haaren aushalten. Ganz zufällig kamen wir bei einer Käserei mit Verkostung vorbei.

Zum Schluss muckerten wir mit unserem lieben Hupfler noch auf den steilen Mount Maxwell auf über 600m. Die Aussicht war die Mühe wert: Über den Wolken und unter uns ein wahres Inselparadies! Wir möchten auf jeden Fall gern wiederkommen.

Erinnert an unseren Besuch im AVATAR-Wald war Heimkino mit passendem Film und Butter-Popkorn angesagt.

08Oktober
2014

Pool im Nebel

Der heutige Tagesausflug führte uns nach Port Renfew. Zusammen mit Buster und Lothar, einem anderen deutschen Gast, sind wir gegen Mittag zum Avatar Grove aufgebrochen. In diesem Urwaldgebiet stehen noch riesig große und furchtbar alte Bäume. Manche mit mehr Knubbeln und manche mit weniger, verzauberten uns die Urwaldriesen in eine ganz andere Welt. Das löste bei uns natürlich den Wunsch nach einer großen Umarmung aus. 

Nach einem kleinen Kaffekränzchen in den Nebelschwaden und unter den kritischen Augen einer kleinen Eule, machten wir uns auf den Weg zu den Steinpools am Strand. Diese werden erst bei Ebbe sichtbar und beinhalten ihr ganz eigenes Ökosystem. Anja sah zum ersten Mal rote Erdbeerseesterne außerhalb des Aquariums oder ausgestopften Museums. 

  

 

07Oktober
2014

easy going

Nach der turbulenten Entspannung gestern musste heute erstmal ausgeschlafen werden. Danach gingen Anja und ich schön frühstücken/brunchen und haben es uns gut gehen lassen.

Zum Glück konnte Anja die schöne Stadt Victoria auch nochmal bei Sonnenschein erleben (sonst wäre ich echt traurig gewesen, weil bei mir immer die Sonne schien), bevor wir nach Duncan zu Nancy und Buster gefahren sind.

Dank perfektem Timing wurden wir dort gleich mit Kaffee und Kuchen begrüßt und haben den Rest des Nachmittags am Fluss verbracht. 
Urlaubsfeeling = 100%

06Oktober
2014

spannende Entspannung

Vom vielen rumreisen kann man wirklich geschafft sein. Nach 10 Tagen auf Tour ist uns das heute so richtig aufgefallen. Trotzdem sind wir nach dem Weckerklingeln aufgestanden und haben unsere Röcke gerafft, um nach Sooke zu fahren. Auf dem Weg haben wir die Universität (Schloß) von Victoria besucht. Schon genial in so einem Gebäude Unterricht zu haben.

In Sooke angekommen sind wir den Fluss hinaus zu den Pot holes gefahren. Das Wasser hat dort Whirlpool ähnliche runde Formen aus dem Stein geschliffen. Im Sommer soll es dort nur so vor Badelustigen wimmeln, doch wir waren alleine da 

Ab Mittag kam dann doch die Sonne raus und strahlte uns ein riesen großes Lächeln ins Gesicht. Lunch am Pier und anschließende Strandwanderung verwandelten den Tag in einen Spa/Wellness-Ausflug.

05Oktober
2014

Auch Wolken müssen mal Pipi

Anfangs sah das Wetter gar nicht mal so schlecht aus, etwas wolkig, aber nicht unfreundlich, doch im Verlaufe des Tages konnte sich unsere Stimmung nie auf dem höchsten Level halten.
Wir haben unseren Stadtrundgang bei der Fisherman's Wharf begonnen und sind am Hafen entlang zum Parlament gelaufen. Diese ist Samstags aber leider geschlossen, so dass wir es nur von außen bestaunen konnten. In der Hoffnung, dass es aufklart, und weil wir eh hinein wollten, gingen wir ins Royal BC Museum. Dort hab es Ausstellungen über Wikinger, das Meer, die umliegende Vegetation, First Nations, Sprachen und der Wandel in die Neuzeit. Die vielen neuen Infos brachten uns aber leider auch nicht mehr Sonne und so sind wir im Wechsel von Regen und trockenem grauen Himmel die Straßen im Zentrum entlang geschlendert. Wie schon ein paar mal zuvor auf unseren Trip, haben wir schokolierte Äpfel im Schaufenster gesehen und da konnten wir nicht dran vorbei.

Meine Füße wollten dann einfach irgendwie nicht mehr und da kam mir das Wasser-Taxi zurück zum Auto gerade richtig. Nachdem ich noch ein paar Sachen für meinen kommenden Job in Banff (darüber erzähle ich später mehr) erledigt hatte, sind wir zu einem Schloss ganz in der Nähe gefahren. Dort hat sich der Eintritt 100% gelohnt, denn die Räume waren einfach wunderschön restauriert und wir haben sogar eine Art private Führung bekommen, weil wir zwei der letzten Gäste waren. Fantastisch! Noch ein paar Lebensmittel eingekauft ging es zurück zu Dana in die Wohnung. Ein gemütlicher Abend war vorprogrammiert!

   

 

04Oktober
2014

Raus, Foto, Rein!

Nachdem Anja und ich uns heute aus den vielen Hüllen (Schlafanzug, Pulli, Handschuhe, Mütze, Schlafsack, Decke) befreit hatten sind wir der Küstenstraße weiter nach Port Angeles in Richtung Norden gefolgt. Völlig unterschätzt ist diese Stadt, gar kein Kaff, sondern relativ groß. Die nette, aber etwas verpeilte alte Lady im Visitor Center hat uns gleich ein Café empfohlen (um Anjas Kaffee-Konsum aufzutanken) und uns erklärt wie man in den Olympic National Park kommt. Da wir die Fähre um 14 gebucht hatten, blieben uns leider nur noch zwei Stunden Zeit, um die Gegend zu erkunden. Also haben wir es wie die Japaner gemacht. Hinfahren, Lächeln, Fotos knipsen und weiter. Dieser wunderschöne Park reizt auf jeden Fall an, unbedingt noch einmal herzureisen.

Nach der 90min Fährfahrt in Victoria angekommen, haben wir Dana (im Yoga-Zentrum kennengelernt) besucht. Sie war total begeistert als wir endlich ankamen und hat uns gleich auf einen Spaziergang um den Meeresarm direkt vor ihrer Haustür mitgenommen. Die Laubfärbung spiegelt sich wunderschön im Wasser und man konnte einfach tausend Fotos schießen. Wir haben zusammen gekocht und den Abend genossen.

 

03Oktober
2014

3...2...1...aus!

Wer viel erleben möchte, muss früh aufstehen. Das dachte sich unsere Gastmama Michelle auch und schups die wups waren wir um 9 Uhr (wohlbemerkt die einzigen) im Capitol und konnten Lincoln an die Nase stupsen. Außerdem haben wir den Senat, die Bibliothek und weitere Regierungsgebäude bestaunt.
Zum Mittag waren wir auf dem Farmers Market. Gut gestärkt ging es weiter zum Priest Point Park für einen Spaziergang mit Aktioncharakter.

Wenn man schon mal ein Auto besitzt in dem man super schlafen kann, sollte man das auch mindestens einmal ausprobieren. Also war heute Abend campen angesagt (das zweite Mal in Anjas Leben). Der amerikanische Zeltplatz Dozewallis erinnerte uns zwar eher an einen Golfplatz, aber trotzdem fühlten wir uns recht wohl. Nachdem ich im Auto endlich mal etwas Ordnung gemacht hatte, konnten wir uns dem Abendessen widmen. Das Feuer allerdings konnte uns irgendwie nicht leiden. Zwei verzweifelte Versuche das Holz zu entzünden, lockte ein älteres amerikanisches Ehepaar zum helfen an. Sie schenken uns sechs selbstgemachte Super-öko-Anzünder. Das Holz wollte trotzdem nicht brennen, aber immerhin reichte die Hitze aus, um unsere Dosen-Nudeln und etwas Tee zu erwärmen. Essen gesichert - wir wieder glücklich. Satt und zufrieden, verbarrikadierten wir uns für die Nacht im Auto. Die Wildnis kann uns mal.

02Oktober
2014

Tütchen auf, drübär ... fertsch

Der Markt gestern ist eindeutig zu kurz gekommen, also mussten wir da heute Morgen unbedingt noch einmal hin. Und das war absolut die richtige Entscheidung! Mit viel Trubel konnten wir uns ein paar Souvenirs sichern und etwas für das eigene Herz einkaufen (ist natürlich auch sehr verlockend bei den tollen Preisen).
Um die Skyline der Stadt zu bewundern, sind wir auf eine Halbinsel gegenüber gefahren. Nach einer kleiner Odysee, haben wir endlich unser heutiges Nachlager erreicht. Michelle war von unseren Kartoffelsuppen-Koch-Künsten sehr begeistert.

Erklärung zur Überschrift:
Als wir die Überbleibsel von Salat des Abendsessens im Kühlschrank verstauten, tranferierte Michelle die letzten Tomaten- und Gurkenstücke in Mini-Zipper-Türen. Das erinnerte uns an die Müller-Milchreis-Werbung :)

 

01Oktober
2014

Quadratisch, Praktisch, Gut!

 

Wir sind in Seattle und pünktlich gingen die neuen Folgen von Grey’s Anatomy online. Auf dem Plan heute stand: Space Needle, EMP Museum, Monorail, Shopping, Public Market. Entgegen der Norm, dass es in Seattle immer regnet, hatten wir wunderschönstes Sonnenwetter. Nach einem kleinen Panikanfall bei der Parkplatzsuche, haben wir beim Erblicken der Space Needle einen Freudentanz aufgeführt. Natürlich mussten wir auch hochfahren – klasse Blick auf die Stadt, ganz nach amerikanischer Quadratbauweise mit dem Motto: Quadratisch, Praktisch, Gut!

Als nächstes ging es ins EMP Museum für eigentlich alles cooles: Fantasy, Horror, Gitarren, Mukke, und Science Fiction. Wir haben die Axt von Gimli aus Herr der Ringe, die zerschmetterten Gitarren von Curt Cubain und zahlreiche noch Unversehrte von Jimi Hendrix. Im Tonstudio konnte man sich selbst ausprobieren. Das ist wirklich das kreativste Museum in dem wir je waren.
Der Monorail (Straßenbahn auf nur einer Schiene) brachte uns mit etwas Herzklopfen nach Downtown. Noch kurz vor Ladenschluss erstürmten wir den Public Market und liefen am Hafen entlang zurück zum Auto.

  

 

Die Erklärung zur Überschrift folgt später! :)

30Sept
2014

4 von 5 Fingern sind auch kein Problem

Sonntag

Schönstes Strandwetter in Vancouver und das Ende September. Nach einer aufregenden Fahrradtour durch Stanley Park hatten wir einen entspannenden Nachmittag am Strand von Kitsilano geplannt. Um uns die Sonne so richtg ins Gesicht scheinen zu lassenmussten wir von der Wohnung aus nur der Uferpromenade folgen. Hach war das schön, sich die Sonne mal so richtig aufs Gesicht scheinen zu lassen . Die Kanadier hielten uns für verrückt - es sein doch fast Winter ...

Mit den letzten Sonnenstrahlen haben wir noch mit dem Auto eine Tour über den Uni Campus der "uniserity of British Columbia - UBC" gemacht. Zusammenfassung: riesig, schick, Aisianhaus, Bauarbeiten und Strandtechtelmechtel.

Montag

Nach diesem wunderschönen Wochenende muss es ja am Montag regnen. Macht uns aber nichts, denn es gab noch allerhand rumzukramen ud weitere Reisedetails zu planen. Nachdem wir dann 16 Uhr endlich aus dem Knick gekommen sind, hatten wir eine dreistündige Autofahrt nach Seattle vor uns. Ganz kurzfristig haben wir sogar einen Couchsurfing-Host im Internet gefunden - Glück gehabt!

Über die Grenze ging es ganz easy, nachdem wir dann endlich dran waren und Anja ihr Visum bekommen hat. Der Offizier war überaus freundlich und hat sich total gefreut mal etwas deutsch sprechen zu können. Die Sache mit Anjas Finger war auch kein Problem. Offziel sind bei ihr eben jetzt nur 4 Finger eingetragen :)
Das Haus unserer Couch (die eigetnlich ein schönes Queensize Bett ist mit eigenem Bad) haben wir im zweiten Anlauf gefunden. Wir wohnen jetzt also für die nächsten zwei Tage in einem Vorort von Seattle. Jetzt ziehen wir uns passend dazu die neuste FOlge von Grey's Anatomy rein und erkunden morgen die Stadt! Yay!

27Sept
2014

Mit dem eigenen Auto auf Tour

Nachdem wir gestern am regnerischsten Tag aller Zeiten ein backpacker Auto gekauft haben, haben wir hete alle Vorzüge die dass so mit sich bringt genossen. 
(Bild vom Auto folgt später)
Kurz zum Auto: der Merkury villager wurde von Anja liebevoll kurt getauft und ist ein gebrauchster van von 1996 mit einer schlafmatratze über Rücksitz und Kofferraum. Er hat ein paar kleine Macken, aber fährt gut. Jeder der mir einfiel und sich mit Autos ein bisschen auskennt, habe ich um Rat gefragt und als Antwort: "der ist noch gut." Bekommen. Nach 4 Tage lange hin und her überlegen habe ich mich dann endlich durchgerungen und mein, wie absolut aufregend, erstes Auto gekauft.... Schon ziemlich krass, aber es lohnt sich auf jeden Fall!

Mit voller Energie vom Bäcker-frühstück (zimtschnecke und Blaubeeren-tart) sind wir Richtung nordvancouver zum Lynn Valley park gefahren. Dort gibt es eine Hängebrücke über den Canyon und zahlreiche Wanderwege, sodass Anja und ich uns richtig austoben konnten. 
 

In Sachen Aktivurlaub und rumlaufen wollten wir es heute richtig wissen und nach Capilano gefahren. In diesem Park gibt es ebenso eine riiiiesige Hängebrücke, einen abendteuerweg zwischen den Baumkronen und einen "felsabhang-weg". Aufregung war also vorprogrammiert! Wir sind so gut wie jeden Weg dort entlang gelaufen und haben uns alles angeschaut. Die gute Laune verstärkte natürlich auch noch das super Wetter, denn mit Sonne ist eben alles noch viel viel schöner. 

Dritter Punkt der Tagesordnung: Lighthouse park. 
Auf einem kleinen Landzipfel in nordvancouver steht ein kleiner Leuchtturm von dem aus man auf die lionsgate Bridge, stanleypark und Vancouver schauen kann. Nach dem wir auf den Felsen am Strand noch etwas rumgeklettert sind, viel uns nach und nach auf, wie fertig unsere beine eigentlich waren. 

Also schnell zurück, Abendessen kaufen und auf die Couch. Ja pustekuchen mit dem stau in der Stadt. Der Verkehr hier ist wirklich nicht lustig!

25Sept
2014

Victoria Secret und ein kaputter Finger

Vancouver - mal wieder eine "richtige" Großstadt.

Endlich war es soweit. Nach einer halben Stunde nooooooch länger warten, kam die Anja endlich aus dem Flughafen. Nach einem Knuddel und Kaffee wurden wir von Sophie und Shawn (Freunde von Freunden von Freundn  ) abgeholt, natürlich habe ich für meine Schwester extra ein "Privat-Taxi" organisiert. Obwohl sie total gejetlagt war, hat sie (so hoffe ich) die Stadtrundfahrt genossen.

1. Stopp: Stanleypark vor der Lionsgate Bridge

Nach einem erholsamen Schlaf bis 6 Uhr morgens (Dank Jetlag und Bauarbeiten direkt gegenüber) starteten wir unsere Stadterkundung zu Fuß. Entlang False Creek Richtung Granville Island, konnte sich Anja schon einen ersten Eindruck (bei Tageslicht) von Vancouver machen.

Besonders süß sind die Seebusse, die vollkommen in den öffentliche Personen-Nah-Verkehr eingebunden sind. 
Auf Granvile Island sind wir über den Markt geschlendert und die toll Aufgestapelten Waren bestaunt. In waiser Vorraussicht, dass wir heute noch ein paar Kilometer machen werden, wollten wir nicht den weiten Weg über die Brücke nehmen und zogen den "Sea Bus" nach Yaletown vor. Im David Lam Park konnten wir mit Schaukeln und Sprungfotos mal ein bisschen Energie rauslassen.

Die Tour führte uns durch das hippe Stadtviertel Yaletown (und einem schönen Farmers Market) über die von vielen Läden geschmückte Granville Street in Richtung der Super-Shooping-Straße Robson Street.

Der Victoria-Secret-Laden war schnell gefunden. Wie erfolgreich wir beim Kauf waren, verraten wir aber nicht! 

Anjas erster Tim Hortons Besuch und ihrem extra für sie angefertigten Bagel stellte uns kulinarisch erstmal zufrieden und wir konnten weiter Richtung Canada Place laufen um DEN Regentropfen, den Pier und das "alte" olympische Feuer von 2010 bestaunen.

Wir haben Sophie auf Arbeit besucht und wollten dann eigentlich heim und etwas schönes für den Abend kochen. Doch dann hatte Anja das Tandem entdeckt und konnte ihre Aufregung darüber gar nicht zurück halten, sodass wir noch eine Runde um den Stanley Park gedreht haben.

Fitness für den Tag? - CHECK

Perfektes Timing, denn Shawn und Sophie waren auf Arbeit gerade fertig. Doch anstatt einfach nur nach Hause zu fahren (was Anja und ich erwartet hätten), sind wir auf den Zypruss-Berg gefahren und konnten einen wunderschönen Blick über die Stadt genießen. Im "British Property", so heißt die Siedlung am Hang, wohnen die Superreichen der Superreichen. Die Villen kosten mehrere Millionen Dollar und sehen wirklich seeehr luxuriös aus!

 

Zurück in der Wohnung, den ein oder anderen hätte wohl der Schlag getroffen bei der Ordnung , haben wir mit den beiden den Abend genossen.

 

Und warumd er Finger kaputt ist - Anja ist noch keine 24h in Kanada und schon hat sie es geschafft in ihren Rasierer zu fassen und sich die Fingerkuppe abzusebeln... ich könnte ja jetzt typisch sagen, aber.... wir denken uns es einfach alle

23Sept
2014

Aurora

Zurzeit ist die Wahrscheinlichkeit die Nordlichter zu sehen sehr hoch. Gestern hatten wir riesen Glück und konnten die hellgrünen Leuchtstreißen direkt von der Terasse aus am Himmel beobachten. Micha, ein anderer gerade auch hier wohnender Work&Traveler aus Schwerin, und ich haben die Chance gleich genutzt, mit der Kamera zu spielen und Erinnerungsbilder zu schießen!

Zwei Nächte habe ich noch in Whitehorse. Die Vorhersage sieht spitze aus und ich kann gar nicht genug haben von diesem Zauber!

18Sept
2014

Rückfahrt über die Twin Lakes

Wieder einmal bei bestem Wetter sind wir in der Tag gestartet. Beim Zwiscchenstopp an den Twin Lakes und natürlich einer Wanderung mit den Hunden führte uns zu einer genialen Postkarten-Aussicht über den See.

Zum Mittag essen sind wir in die Raststätte in Braeburn eingekehrt und haben einen Breaburn Special Burger bestellt. Dieser war ungelogen mindestens dreimal so groß, wie ein normaler Burger (und ich meine nicht die mickrigen von McDonalds) Ich konnte leider nur die Hälfte verdrücken, habe aber den Rest mitgenommen und freue mich schon darauf morgen weiterzuschlemmen.

Leider ohne weitere größere Tierbeobachtungen (hier werte ich die zahlreichen Eichhörnchen und Rebhühner mal als gewöhnlich) sind wir am späten Nachmittag wieder zu Hause angekommen. Der "Urlaub" ging wie so oft viel zu schnell vorbei. Alles war ich erlebt habe, bekommt einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Dazu zählt auch die Fahrt (siehe "Der Weg ist das Ziel"), denn diese endlose Weite stundenlang durchs Land zu fahren, keine Häuser, Felder oder Änliches zu sehen, keinem zu begegnen, das ist definitiv Kanada und etwas, was mit ganz oben auf der Checkliste steht um dieses wunderschöne Land richtig kennenzulernen.

 

17Sept
2014

Die unendlichen Weiten im Tombstone Territorial Park

Wasserschlauch und Stromkabel ausgestopselt machten wir uns auf den Weg zum Demster Highway.

Die berühmte Schotterstraße führt von Dawson Richtung Norden nach Fort McPherson und Inuvik.

Je weiter wir fuhren, desto weniger wurden die Bäume rechts und links der Straße und der Blick in das weite Land öffnete sich. Gigantische Berge, die teilweise aussahen, wie von einem grünen, roten oder gelben Farbeimer übergossen, bildeten ein fantastisches Panorama.

Farbtopfberge
Richtung Norden wurde es immer flacher und glich teilweise einer Mondlandschaft. Sykle und ich waren so fastiziniert, dass wir einfach immer weiter gefahren sind und gar nicht ans umkehren denken wollten. Für ein bisschen Bewegung sorgte unsere "Mooswanderung", bei der wir richtig in den Untergrund eingesunken sind. Zwischen Elchspuren haben wir uns den Weg zum Fluss erkämpft und fühlten uns wiedereinmal mitten in der Wildnis - so schön!

 

Auf der Rückfahrt lief plötzlich eine Elchkuh quer über den Demster Highway und ich konnte meine Kamera gar nicht so schnell zücken, da verschwand sie auch schon in den hohen Büschen.

Gerade auf dem Kondike Highway zurück, begegnete uns ein kleiner Grizzly. Ähnlich wie die Elchkuh keine Lust auf Fotoshooting wanderte er unbeirrt von uns oder den anderen Autos weiter.

Die letzte Übernachtung unseres Trips war auf dem Mosse Creek Campground. Nach dem Abendessen mit Ravioli und Gnocchi machten wir einen wunderschönen Spaziergang mit den Hunden zum Steward River. Wir lieben durch einen Märchen-/Zauberwald (wie ich mir ihn immer in Rotkäppchen vorgestellt habe: Nadelbäume, aber am unteren Stamm etwas kahl -> düstere Stimmung, auf mit Moss bedecktem, noch von den letzten Sonnenstrahlen grün leuchtendem Boden) Kaum zu glauben, wir waren ungefähr 2 Stunden unterwegs.

Trotz sternenklarer Nacht konnten wir leider keine Nordlichter beobachten. Man muss eben Glück haben und genau zum richten Zeitpunkt draußen sein oder aus dem Fenster schauen. Von einer zur nächsten Minute kann sich alles ändern.

16Sept
2014

Dawson City

Mal so richtig lang ausschlafen. Ach ja das war schön. Bei diesem so wunderschönen Morgen haben Sylke und ich mit den Hunden einen Strandspaziergang gemacht.

Angefüllt mit lauter Glücksgefühlen sind wir mit der Fähre wieder übergesetzt und den Top-of-the-World-Highway Richtung Norden hinaufgefahren, um einen fanastischen Blick über die Stadt zu erhaschen.

Danach haben wir die Stadt erkundet und die alten schönen Holzhäuser bewundert. Dawson war schon ein klitzekleines bisschen kleiner als ich es mir vorgestellt habe, aber trotzdem so charmant. 

Ein bisschen Außerhalb steht noch eine alte Dredge mit der damalsnach Goldnuggets gesucht wurde. Nach meinen Schätzungen war die Maschine bestimmt 40 bis 60 mal so groß wie unser Truck und Camper. Ganz allein da draußen fühlte es sich wirklich wie eine Idylle an, mit Sonnenschein und Sorglosigkeit.

Auf dem Weg Richtung RV Platz begegnete uns ein Silberfuchs auf der Straße, ein wirklch schöner Kerl.

Für die kommende Nacht konnten wir uns also mit Strom und Wasser versorgen. Die warme Dusche tat richtig gut und so konnten wir frisch in den Abend starten.

Auf dem Weg in die Stadt haben wir an der Cabin des berühmter kanadischen Autors ... Halt gemacht. Was meint ihr, warum ist die Vorratskammer so hoch?

Dinner gabs in der schicken Bar des Downtown-Hotel.

Danach war Casino mit einer Can Can Show und Live-Musik angesagt. Ein bisschen spielen mussten wir auch und so hab ich den Automaten mit meinen Viertel-Dollar-Münzen gefüttert und sogar ein paar mal gewonnen (und es dann gleich wieder verspielt - Glückspiel ist nicht so mein Ding) Allein schon weil die Regeln für Rolette, bei dem ich zugeschaut habe, so kompliziert sind, dass ich wahrscheinlich schon beim lernen dieser schlapp machen würde und das Spiel gar nicht erst beginnt.
 

Zurück in die Bar haben wir den Sour Toe Cocktail von Captain Dick probiert. In diesem Drink ist eine tote Zehe und um ein echter Yukoner zu werden, müssen die eigenen Lippen die Zehe beim trinken berühren. Ihr fragt euch, wer sowas denn macht?
Sylke und ich natürlich 

Alles aus Dawson mitgenommen, was so geht sind wir nach diesem wunderschönen Tag glücklich und zufrieden in die Schlafsäcke im Camper gekrabbelt.

15Sept
2014

Ein Trip in den Norden

Interessantes Autofahren. Tja was ist das? Eigentlich sitzt man doch im Auto, fährt, schaut auf die Straße, hat das Ziel vor Augen und will nur noch ankommen.

Was aber, wenn der Weg das Ziel ist?

Und so haben wir uns für die Fahrtstrecke von 6 Stunden von Whitehorse nach Dawson City locker mal 10 Stunden Zeit genommen. Schon am Sonntag Abend sind wir losgefahren und haben schon die ersten 2 Stunden des Weges bis zum Fox Lake hinter uns gebracht.

In schöner Abendstimmung angekommen, haben wir unseren Camper direkt am Wasser platziert und den Abend mit Scrabble genossen.

 

Montagsfrühstück - Riesenzimtschnecke

Die in Breaburn berühmte Leckerei konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Hier ist das Motto, je größer desto besser!

Nach Carmacks und Pelly Crossing haben wir eine Mittagspause am Steward River eingelegt und einen schwarzen Wolf gesehen. 

Ein besonders witziger Zwischenstopp war für mich in Moose Creek. Diese Cabin hat ihren gaz eigenen Charme.
Wohlbemerkt: dieses Telefon ist voll funktionstüchtig :)

Kurz vor Dawson konnte man schon die ersten Spuren des Goldrausches erkennen.

Bevor wir auf den Campingplatz in Dawson mit der Fähre über den Yukon River gefahren sind, haben wir die Aussicht auf die Stadt vom Mid Night Dome aus genossen.

Dort angekommen haben wir einen super Spot für unser Gefährt gefunden und es uns mit feinen Filets auf dem Grill richtig gemütlich gemacht. Etwas neues für mich - Popcorn kann man auch über dem Feuer machen. Klar, warum eigentlich auch nicht. Die sich aufplusternde Alupfanne war aber schon sehr lustig :)

12Sept
2014

Yukon Wildlife Preserve

Ein Ausflug der besonderen Art. Heute ging es für Sylke und mich in das Yukon Wildlife Preserve nahe Whitehorse. Auf dem ca. 5km langen "Wanderweg" zwischen den Tiergehegen konnte wir verschiedenste Arten, die es im wilden Yukon gibt, entdecken.

Die Rehe machten den Anfang.

Mr. Elch ist gerade sehr auf die Paarung fixiert und daher etwas empfindlich. Ich glaube, ihm hat es nicht so gepasst, dass wir so nah an seinem Zaun standen, denn er kam immer näher und presste sein Geweih mit gewaltiger Kraft gegen den Zaun. Mit wurde schon ein bisschen Bange.

Gerade jetzt im Herbst ist der Blick über den Park wunderschön. Das Wetter spielte glücklicherweise super mit!

Nachdem wir die ersten Caribous beim fressen beobachten konnten, stellte sich kurz darauf ein ausgewachsenes Männchen direkt vor uns zum Fotoshoot auf. Fantastisch!

Schließlich erreichten wir auch den Polarfuchs. Gar nicht weit vom Besucherweg hatte er es sich im Gras gemütlich gemacht.

Eine besondere Attraktion sind zurzeit die kleinen Luchsbabies. Super knuddelig haben wir sie beim Spielen entdeckt.

Zum Schluss noch die Moschus-Ochsen und täglich grüßen die Hörnchen!

07Sept
2014

Wildes Leben

Wenn Eichhörchen mit Zapfen werfen, Stachelschweine quer durch die Einfahrt laufen und man mehrmals im Garten Elchhinterlassenschaften findet, dann ist man in der Wildnis.
Ich kann mir also sicher sein, dass ich zurzeit gerade ein sehr wildes Zuhause habe.

Hier habe ich einige Bilder von Tieren die mir so über den Weg gelaufen sind und wunderschöner Natur im Garten und Umgebung. Schaut einfach mal durch und erfahrt in der Bildunterschrift mehr :)

Als wir, also Frank, Sylke und ich bei einem Kaffee am Tisch saßen, ist Frank auf einmal aufgesprungen und hat: "Stachelschwein, Stachelschwein!" gerufen. Eben dieses lief ganz gemütlich quer durch die Einfahrt. Da sind wir mit der Kamera bewaffnet natürlich hinterher. Letztendlich hat es sich auf einen Baum verkrochen.

Als wir campen waren, haben wir in so manchem Fluss noch die letzten Lachse auf ihrer Wanderung sehen können.

So wunderschön wohne ich. Hier mal ein Blick aus der Luft.
(Die Bilder sind zwar etwas älter, aber ihr bekommt ja trotzdem einen Eindruck)

Manchmal regnet es hier und die Sonne scheint zu gleich - das ist gar nicht so selten. Witzigerweise ist das Wetter, z.B.: die Stärke des Regens, auf der einen Seite des Hauses immer anders als das auf der anderen Seite :)

Am 2. September gab es im Yukon schon den ersten Schnee und der Mount Lorne hatte über Nacht eine weiße Kuppe bekommen.

Egal ob man mit den Hunden eine Runde ums Grunstück geht oder einfach mal so unterwegs ist, immer ist man von den Hörnchen begleitet. 

Und jetzt noch ein kleines Bildchen von mir. 
Liebe Grüße aus Kanada! <3

03Sept
2014

Spaß mit dem ATV

Es ist wunderschönes Wetter. Komplett klarer Himmel und Sonne. Ein Blick auf das Termometer (1°C) heute morgen lies mich kurz zusammenzucken, aber 10 Uhr starteten Frank und ich zum ATV-Trip. Ich habe einfach alles angezogen, was ich so habe an Klamotten und fühlte mich leicht mopsig, aaaaaaaber ich habe nicht gefroren :) sah eben nur lustig aus.

Wir haben uns den Weg durch jedmögliches Gelände gebahnt. Schlamm, Schotter, Waldwurzelwerk, Steinfelder. 

Dabei bekommen die Maschinen mal richtig etwas zu arbeiten. Diese ist mit Abstand wesentlich cooler als Auf-der-Straße-fahren in Deutschland!

Leider kann man auch leicht stecken bleiben :)

Aber das Probelm war schnell behoben!

Pause am Jackson Lake

Schon auf dem Weg und dann auch oben auf dem Berg konnten wir die traumhafte Blätterfarbung genießen. Ich bin mir sicher, meine Kunstlehrerin hätte angezweifelt, ob es eine solche Landschaft gibt, wenn ich einfach gelbe, orange farbene und rote Punkte an den Hang gemalt hätte.

Der Fish Lake ist ein wunderschöner See. Und gerade mit Sonnenschein ist es natürlich ein idyllischer Fleck!

Auf der Spitze des Mt. McIntyre hatten wir einen tollen Blick über Lake Laberge, Marsh Lake und den Swatka Lake in Whitehorse.

 

Durch viele Pfützen und das ein oder andere Manöver sahen wir nach unserem Trip schon etwas dreckig aus - aber das muss ja auch so sein!
Ich habe es sehr genossen - rauf und runter über Steine und Geröll, das macht richtig Spaß. Diese Laune hält jetzt erstmal an und gibt mir Kraft und Motivation beim Wohnwagen putzen :)

Danke Frank und Sylke für so ein geniales Erlebnis!

02Sept
2014

Von Pancakes und Fitness

Nachdem ich heute richtig ausschlafen konnte und Sylke mich dann mal um dreiviertel 10 geweckt hat, meinte sie, wir machen jetzt mal Pancakes. Zwar mit Backmischung aber trotzdem super lecker haben wir uns die Bäuche vollgeschlagen.

Ich erspare euch jetzt den Blick auf meinen Teller, damit ihr nicht zu neidisch seid. Nur für eure Fantasie :P - sie waren garniert mit Bananen, Sahne und Schokosoße oder Ahornsirup und Nektarinen.

Es regnete und regnete und wir konnten leider nicht auf den eigentlichen ATV-Trip gehen. Da war ich schon ein bisschen traurig, aber nach dem NACH-HAUSE-SKYPEN, war meine Laune wieder voll da. Gut so, denn es wartete schon eine Aufgabe auf mich: Feuerholz stapeln. Als erstes habe ich die "Vorräte" im Keller aufgefüllt. Für die neue Holzlieferung im September musste das Holz auch draußen umgeräumt werden. Also habe ich eine Stunde lang zahlreiche Holzblöcke hin und her getragen und vor (sogar) meinem Fenster gestapelt.

Um die Kalorien vom Frühstück brauche ich mir also keine Sorgen machen :)

27August
2014

Kluane National Park

Kaum aus Alaska wiedergekommen, haben wir ein Fahrzeug fertig gemacht, die dazugehörigen Kunden zufrieden gestellt und sind, nachdem wir unsere sieben Sachen zusammengerafft hatte, gleich wieder los. Das gefällt mir natürlich 
Gestartet sind wir Richtung Haines Junction. Dort gibt es ein wunderschönes Besucherzentrum, in dem man viele Sachen über Natur und Leute interaktiv herausfinden kann. Auf der Weiterfahrt in Richtung Haines wurde mir die Schönheit der Landschaft so richtig bewusst. Was auf den Bildern wahrscheinlich gar nicht so deutlich wird: Die Berge (teilweise noch von Schnee bedeckt), die zahlreichen Seen und die grünen Täler ergeben ein Bild, was ich noch nie zuvor gesehen habe. Am Nachmittag haben wir unseren Zeltplatz auf einer Art Landzunge am Dezadeash See bezogen und die Aussicht genossen.
Der nächste Morgen war ein bisschen regnerisch (leider), aber wir haben uns nicht runterziehen lassen und sind etwas umhergefahren. Denn auch wenn wir nicht aus Zucker sind, kann uns der Regen, wenn wir so gemütlich im warmen Auto sitzen, noch weniger anhaben ;) Nach mehreren Aussichts-Foto-Stops wieder im Wohnmobil sitzend, entdeckte Sylke auf einmal eine schwarze Figur im Flachland linker Hand. Anhalten war angesagt. Auf den zweiten und dritten und ... Blick wurden wir uns immer sicherer: Ein Bääääär, ein Grizzly-Bär! Raus aus dem Auto – Kamera in die Hand. Ich konnte meine Augen gar nicht von meinem ersten Grizzly lassen und habe tausend fast gleich aussehende Bilder geschossen :) 
Die zweite Nacht kampierten wir an den Million Dollar Falls. Ein recht kleiner Fluss suchte sich direkt neben unserer Park-Niesche seinen Weg zum Wasserfalls. Schön soweit, nur dass dieses Flussrauschen nachts sehr laut war. Aber ihr kennt mich ja: Ich kann überall und immer schlafen. Das wurde mir übrigens auch während der Fahrt manchmal ein bisschen zum Verhängnis. Dieses Geschaukel lies mir immer wieder gegen meinen Willen die Augen zufallen.

Auf dem Heimweg, wieder mit wunderschönem Wetter, haben wir am Rock Glacier und am Kathleen Lake gehalten. Das sind wirklich fantastische Plätze.

Sonnenaussicht

24August
2014

Alaska

Übers Wochenende sind Sylke und ich mit dem Auto nach Skagway, Alaska gefahren. Allein schon die Hinfahrt war traumhaft. Bei bestem Wetter konnten wir wunderschöne Blicke über die vielen Berge und Seen erhaschen. Um gute Fotos zu schießen und die frische Luft zu genießen, haben wir immer wieder angehalten und sind für ein paar Minuten aus dem Auto raus. Noch auf kanadischer Seite parkten mitten auf der Straße plötzlich mehrere Autos und Sylke wusste sofort: „Wenn die alle gucken, muss da was sein!“, also steigen wir aus. Es dauerte gar nicht lange, da hatten wir die drei kleinen Schwarzbär-Babies im Baum nahe der Straße entdeckt – super süß!
Das wunderschöne Wetter herrschte auch in Skagway, was eigentlich eher untypisch ist. Deswegen haben wir uns sehr gefreut unser Sandwich in praller Sonne auf den Felsen direkt am Meer genießen zu können. Nach einer kleinen Klettertour und dem Hotel-Einchecken, sind wir die Straße (wohl eher eine Hauptstraße namens "Broadway") in Downtown zwischen allen den Touris der Kreuzfahrtschiffe hoch und runter geschlendert und auch das ein oder andere Souvenir gekauft. In Richtung Hafen haben wir in einem Fischrestaurant zu Abend gegessen und uns noch die letzten Sonnenstrahlen aufs Gesicht scheinen lassen.

Sonntag früh um 7:45 Uhr startete unsere Express-Fähre nach Juneau. Auf dem kleinen Boot „Fiordland“ mit ca. 20/30 Passagieren an Board, machten wir uns zunächst auf den Weg nach Haines, einem kleinen Fischerdorf nicht weit von Skagway. Während der Fahrt konnte ich gar nicht lang drin bleiben, da die Landschaft mit den wahnsinnig hohen Bergen direkt am Meer einfach so unglaublich schön war. Natürlich habe ich versucht mit meiner Kamera den besten Winkel einzufangen, aber ich kann euch sagen: in echt, ist das alles noch viiiiiel fantastischer! Der Kapitan hat zwischendurch viel erzählt und kleine Scherze gemacht, sodass jeder bester Stimmung war.

In Juneau angekommen, hatte es sich zugezogen. Aber auch der Regen konnte Sylke und mir nicht die Stimmung verderben. Nachdem wir durch einige Läden geschlendert waren, setzten wir uns in ein Restaurant direkt am Wasser und haben uns Heilbutt und Shrimps schmecken lassen. Am Nachmittag brachte uns ein Bus zum Mendenhall Gletscher. Dieser war mit seiner satten und leuchtenden hellblauen Farbe ein richtiger Magnet für meine Kamera.
Auf der Bootsrückfahrt haben wir zusätzlich zu den schon auf der Hinfahrt gesehenen Weißkopfseeadlern, Robben und Seelöwen auch noch Wale aufgespürt.
Ganz schön viel Wildlife auf dem Trip, was?

Bootsfahrt nach Juneau

22August
2014

Kookatsoon Lake

Heute habe ich eine Fahrradtour zum Kookatsoon Lake gemacht. Das waren so ungefähr 5km den Berg runter in 15min und dann die Strecke wieder zurück in 30min. Ein bisschen habe ich mich geärgert, dass ich kein Badezeug mitgenommen habe, aber dann fahre ich eben morgen nochmal hin :)
Es ist dort einfach wunderschön und ich kann es kaum erwarten im Winter auf einem solchen See einlaufen zu gehen!

21August
2014

Die größte Fishleiter der Welt

 Lachswanderung! Die Chinook-Lachse schlüpfen in Wolf Creek, Yukon River und Umgebung (Bachläufe) und verbringen dort die ersten paar Jahre ihres Lebens. Danach begeben sie sich auf eine große Reise in Richtung Beringsee. Dort leben sie und fressen sich eine Art Reserve an. Auf irgendeine natürliche Weise brechen sie dann individuell auf zurück in ihre Laichgewässer. Sie schwimmen innerhalb von 3 Monaten die 3000km zurück zum Yukon River ohne in dieser Zeit Nahrung zu sich zu nehmen. Das ist die längste Reise von Lachsen auf der Welt! Sind sie in ihrem "Geburtsgewässer" wieder angekommen, sterben sie.

Die Fischleiter in Whitehorse wurde 1959 nach der Fertigstellung des Dammes gebaut. Sie ist 366m lang und überwindet einen Höhenunterschied von 15m. Täglich werden die vorbeiziehenden Fische gezählt, um die Lachspopulation über die Jahre zu protokollieren. Da der Fischvestand in den letzten Jahre sehr abgenommen hat, ist es inzwischen sogar im ganzen Yukon fast verboten Lachs zu angeln!

 

hier noch mehr infos: http://www.travelworldonline.de/lachsleiterwhitehorse.html

 

19August
2014

Miles Canyon

18August
2014

ATV-Tour Mount Montana

Der freie Tag heute wird genutzt, das steht fest. Wir haben eine Tour mit den ATVs (All Terrain Vehicle) auf den Mount Montana gemacht. Das Wetter war beständig, aber fast eine geschlossene Wolkendecke sodass es natürlich genial war, als die Sonne durchblinzelte als wir am relativ höchsten Punkt angekommen waren. Quad fahren macht richtig Spaß und da es nicht nur eine Straße war, die wir dort hochgetuckert sind (sondern zerklüftetes Gelände), hat es mir noch mehr Adrenalin verpasst. Einige Stellen waren sehr eng, andere dafür sehr steil. Wir haben uns unseren Weg gebahnt und konnten dann die wunderschöne Aussicht genießen. 

 

16August
2014

Arbeitstag + News

Es ist Ende der Hochsaison und Frank und Sylke sind komplett ausgebucht. Morgen gehen vier Wohnwagen oder Camper raus und die mussten heute alle fertig gemacht werden. Jetzt bin ich total müde und verspreche morgen endlich mal zu erzählen, wie hier alles so ist.

Trotzdem gibts ein paar Fotos vom Tag.

Ergänzung:

Es war also ein richtig anstrengender Putztag. So ein Wohnmobile wird komplett gesaugt (auch Matratzen, Couch, Garndinen, Schränke) und danach gewischt (möglichst jede Oberfläche). Vorher muss natürlich alles Bettzeug und die Einrichtung mit Kücheninventar rausgenommen werden. Fenster werden natürlich auch immer geputzt und nicht zu vergessen ds Fahrerhäuschen und die Außen-Stauräume.... und ich sag euch das dauert und zieht unheimlich Energie, weil man sich ja immer wieder verbiegt und rauf und runter krabbelt um auch in die kleinste Ecke zu kommen.
Am frühen Nachmittag war ich mit Sylke shoppen. Der "real canadian Superstore" ist einfach 3mal so groß ie ein normales Kaufland bei uns, das ist wirklich krass. Alles ist in riesen Verpackungen, ist ja auch verständlich, wenn man wie wir erstmal 35km bis zum Laden fährt. Jetzt haben wir viele leckere Sachen zu Hause und ich freue mich schon zu kochen.
Wir haben noch ein Wohnmobile aus der Werkstatt geholt und neu ausgerüstet. Da haben wir gar nicht gemerkt wie die Zeit verging und haben uns dann nur noch in die Betten geworfen.

Bild: Ha, extra für mich (wäre ja schön) wurde das Wilkommensschild von Whitehorse neu angestrichen. Der Maler hat mir erzählt, dass in ein paar Wochen sogar jemand genau dort vorm Schild heiraten will. Verrückte Menschen gibts.

15August
2014

Auf die Putzlappen, los! + news

Was man nicht alles an einem Wohnwagen putzen kann - ihr würdet euch wirklich wundern.

Gern erzähle ich morgen noch mehr wie schön es hier eigentlich ist, welche Trips wir machen werden und was alles für Arbeit bei einer Wohnwagenvermietung anfällt. Jetzt bin ich aber so müde, dass ich lieber erstmal die Bilder für sich wirken lassen möchte und ich mich ins Bett lege um neue Energie für morgen zu sammeln.

Ergänzung:

Ich wohne jetzt bis Mitte September bei Frank und Sylke. Sie sind deutsch, ausgewandet und führen jetzt ein Familienunternehmen für Wohnwagenvermietung in Whitehorse. Die Flotte umfasst 10 Fahrzeuge (Wohnmobile, Trucks mit Anhänger). Bei allem was so anfällt, gehe ich Ihnen ein bisschen zur Hand und sie nehmen mich auf Trips mit dem ATV, Wohnwagen oder Kanu mit und zeigen mir ein bisschen den Yukon. Da ich habe mein eigenes gemütliches Zimmer und Bad habe, kann ich mich so richtig einrichten und fühle mich wie zuhause. Immer dabei sind Tucker und Kira, die beiden Border Collie irgendwas Mischlinge, die einen mit lautem Bellen immer sofort wissen lassen, wenn jemand auf den Hof kommt. Mit Nachbarn ist es hier eigentlich wieder nicht so :) Sylke und Frank vermieten eine kleine Cabin auf ihrem 8 Hektar Grundstück, aber die dort wohnende Frau habe ich bisher nur zweimal mit ihrem Truck vorbeifahren sehen.

 

14August
2014

Whitehorse, ich komme!

Mit viel "Puffer-Zeit" bin ich heute früh um 10 mit Nancy vom Yoga-Zentrum aus gestartet. Wir haben Dana noch auf dem Weg nach Nanaimo in Chemainus rausgelassen und uns dann einen schönen Schnack im Auto gemacht. Ich hab noch was zum Essen für unterwegs gekauft und bin dann auf die Fähre. Dank perfektem Timing habe ich gleich den nächsten Bus geschafft und sogar auch den Skytrain. Ein wenig zu früh gefreut, denn das hieß nur, dass ich am Flughafen in Vancouver länger warten muss. Auch wenn es in Deutschland schon nach Mitternacht war, musste der Paul herhalten und sich mit mir unterhalten :) (ich bin mir sicher, das hat er gern gemacht) Irgendwie konnte ich nicht einfach lesen oder was anderes machen. Die Frau am Check-In musterte erstmal meinen riesengroßen Rucksack, aber das bin ich ja mittlerweile schon gewöhnt - nein, das ist kein Sperrgepäck. Mit Boarding-Pass und einem Fenstersitz bin ich glücklich weiter zur Sicherheitskontrolle. Wie hätte es anders sein können bei meiner Familie, wurde ich natürlich vom System ausgewählt und musste zu einer Extra-Kontrolle :) Als sie endlich festegestellt haben, dass mein Buch nur ein Buch ist (eben sehr dick) und mein Campingkocher-Aufsatz nur ein Aufsatz ist (und da kein Gas drin ist), haben sie mich gehen lassen und ich konnte mir meinen Weg zu Gate bahnen. 
Mit einer halben Stunde Verspätung bin ich zwischen wunderschönen Gipfeln in Whitehorse gelandet. Frank hat mich abgeholt und mir auf der Heimfahrt schon viele seiner Ausflugsideen für die kommende Zeit erzählt. Sofern ich irgendwelche Vorstellungen bisher hatte, sind die schon alle übertroffen.

13August
2014

Go with the flow, go and glow!

Ein Tag voller Ereignisse - einer der schönsten letzten Tage an einem wundervollen Ort.

Als ich heute morgen aufgestanden bin, war ich vollkommen leer an Gedanken und bereit für Yoga. Obwohl mir Foster gestern erzählt hat, dass sich sein Chef anders entschieden hat und wir so nicht den Trip in den Yukon machen können, ist meine Laune nicht gesunken. Wie Dana immer sagt: "Go with the flow!" - eine Tür schließt sich und die nächste öffnet sich. Ich habe das deutsche Ehepaar im Yukon sofort wissen lassen, dass sich meine Pläne geändert haben und sie haben mir angeboten einen Flug innerhalb der nächsten zwei Tage für mich zu buchen. Da habe ich natürlich nicht gezögert.
Während der Yoga-Stunde konnte ich mich gar nicht so recht konzertrieren, weil ich einfach so aufgeregt war. Ich bin sogar gleich mit dem Auto zu Nancy und Buster gefahren um meine restlichen Sachen zu holen und meinen Rucksack zu packen. Das wird wieder ein Geschleppe mit Fähre, Bus, Sky train und Flughafen ... aber hey, das gehört zum Reisen dazu!
Nachmittags haben wir einen Ausflug zum Cowichan Fluss gemacht. Anita hat für jeden einen Neopren-Anzug und einen Riesen-Schwimmreifen mitgenommen, also waren wir bestens präpariert zum raften und "body surfen". Das hat wirklich super viel Spaß gemacht.
Wieder zurück hat Joanna die Kakao-Zeremonie, welche sie in Guatemala kennengelernt hat, vorbereitet. Der Kakao, den sie mitgebracht hat ist vollkommen rein (nur die gepresste und gemahlene Kakaobohne) und enthält alle aktiven Inhaltstoffe, die commerziellen Schokolade entfernt werden. Nach einen extrem wohltuenden Kakaodrink und Meditation ging der Abend in einen Yogatanz über. Dabei hat man sich selbst völlig vergessen, ist aus seinem Körper sozusagen ausgetreten und hat sich dem Rythmus der Musik hingegeben.
Alle Frauen, wo sie auch alle herkommen, haben mir ein Gefühl von Liebe und Geborgenheit gegeben, sodass es eine unvergessliche Zeit für mich hier in Sun Lotus geworden ist. Ich werde diese Familie vermissen.

11August
2014

Riesenrüben und Fischbisse

Die letzten Tage vergingen wir im nu. Ein schönes Gemisch aus purer Entspannung, ein bisschen Gartenarbeit und jeder Menge Kreativität.
Neben dem gießen habe ich heute eine Kürbis-Rettungs-Aktion gestartet in dem ich unter jedes noch so kleines Gewächs einen Alu-Teller gelegt. Die Pflanzen sind aber ganz eigen und wachsen furchtbar verschlängelt, sodass ich danach überall an Armen und Beinen kleine Schnitte und rote Punkte hatte. Selten, aber wenn ich mal nicht draußen war, habe ich mich in der Küche aufgehalten. Ich habe zum Beispiel einen deutschen Pflaumen-Streusel-Kuchen gemacht und der ist sogar richtig gut geworden. Die Pflaumen habe ich vom Baum unseres Nachbarns gepflückt, der sie uns einfach angeboten hat und sich sichtlich gefreut hat als ich rüber kam. 
Jeden Tag gibt es eine Zeit, zu der es einfach überall viel zu warm ist. Da kommt mir unser kleiner See genau richtig. So lange man sich schnell bewegt und schwimmt, kommen einem die Fische nicht zu Nahe, doch als Dana und ich es uns heute in den Schwimmreifen und auf den Surfboards gemütlichgemacht haben, begannen sie an uns zu knabbern - nicht nur Lutschen, die haben sogar Zähne! 
Unsere Abendessen sind immer genial, aber das heute war ganz besonders. Alles was auf dem Tisch stand, kam aus dem eigenen Garten. Das finde ich total cool. Jeden Tag kümmern wir uns um die Pflanzen, sie wachsen mit Liebe und dann können wir sie essen. Außederm habe ich ein neues Gemüse entdeckt: Rutabaga! Das ist eine Wurzel und schmeckt ähnlich wie Kohlrabi nur etwas milder. Manchmal ist es sehr lustig, wenn wir Gemüse aus dem Garten holen, weil es meist größer ist als wir glaubten. Riesenzucchinis, Riesenrüben, Riesensalate!
Abgesehen vom Faulenzen, Kochen/Backen, Yoga und Gartenarbeit sind wir natürlich auch sehr kreativ. Wir haben unsere T-shirts neu designed, geblichen und bemalt. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht.
Es ist Vollmond heute und am See ist eine unglaubliche Stimmung - ich weiß schon wo ich meinen Abend verbringe.

08August
2014

Gartentage

Die letzten beiden Tage habe ich sehr viel mit nachdenken verbacht. All das hier ist wie eine neue Welt für mich und ich freue mich, dass ich sie entdecken kann. Durch Meditation und Yoga wurde ich richtig angeregt über mich, meine Zukunft, mein Leben, die Welt, das Universum ... zu philosophieren.   Genau das geht hier in Sun Lotus besonders gut - denn man hat hier Zeit für alles. Wenn wir beim essen in unserer kleinen "Familie" zusammensitzen, sind die Gespräche immer sehr interessant, da wir alle so verschieden sind und jeder einen anderen Blickwinkel hat.
Vor- und Nachmitttags ist Gartenarbeit angesagt. Beete pflegen, Gemüse pflanzen, gießen. Mit viel Liebe hat man in Sachen Eigenanbau dann soviel Erfolg wie Anita. Die Zucchini sind enorm groß, wir haben zahlreiche Salate und Kohlsorten und die Tomaten werden auch langsam reif.
Morgen machen wir eine Schokoladen-Zeremonie und ich habe Hwiemtun, einen First-Nation-Freund aus 2012, eingeladen mit dabei zu sein. Ich bin schon sehr gespannt was mich erwarten wird.

 

06August
2014

Magische Karten

Verrückter Tag. Heute morgen noch hatte ich gar keinen Plan für den Tag. Ich dachte vielleicht kommt mich Gerald (Freund von 2012) oder Foster besuchen und wir quatschen ne Runde, aber irgenwir kam alles anders und das ist war gut so!

Ich habe mir extra einen Wecker gestellt, damit ich pünktlich um 10 Uhr zur Yoga Stunde gehen konnte. Seltsamerweise bin ich die letzten Nächte immer um 10 vor 6 aufgewacht und danach wieder so tief eingeschlafen, dass ich wie ein Stein war. Meine zweite Yoga-Stunde war sehr entspannend. Ich habe es leider immer noch nicht so richtig raus zu meditieren während ich sportliche Übungen mache, denn bei mir ist es so ein Entweder-oder-Ding - Sport oder Meditation. Trotzdem bin ich mir sicher, dass sich da über die nächste Woche noch etwas ändern wird.
Nach dem Yoga haben wir alles ein bisschen in Haus und Hof gearbeitet und ich sah wirklich schlimm dreckig aus als ich das große BBQ gereinigt habe. Da war erstmal eine Grundreinigung nötig! 
Zurzeit sind wir gerade 4 Frauen hier in Sun Lotus: Anita, Joanna, Dana und ich. Wir haben heute eine schöne Nachmittagspause am See gemacht. Karly, Anitas Freundin, kam vorbei und hat solche spirituellen Karten mitgebracht und wir haben sie für jeden gelegt und versucht zu lesen. Dieses ganze Yoga/Magische/Spirituelle ist vollkommen neu für mich und ich entdecke eine neue Welt. Also habe ich mich einfach geöffnet und mitgemacht. Wir hatten super viel Spaß und es war eine tolle verrückte Stimmung. Schon wieder erinnert mich die Situation an einen Film, aber ich kann ihn nicht beim Namen nennen. Es war einfach eine der Situationen wie im Film, wenn man mit so älteren Tantchen zusammen sitzt und sie sich alle dem Übernatürlichen gewidmet haben - einfach verrückt und absolut zu genießen! Danach sind wir Lebensmittel einkaufen gegangen und sind mit unserem riesigen Einkaufswagen durch die Gänge geschlendert. Außerdem haben wir noch eine neue Statue für Anita gekauft und ich habe einen neuen Ort namens "Chemainus" in der Nähe von Duncan kennengelernt. Das ist eine kleine niedliche Stadt in der nutzlose Wände in Gemälde verwandelt werden und es Vorgärten der ganz besonderen Art gibt.
Die Zeit ging um wie im Flug. Jetzt nach dem fantastischen Abendessen fallen wir alle ins Bett!

 

selbst gemachte Kohl-Chips

05August
2014

Mojitooooos

Als ich heute aufgestanden bin, war irgendwie so gar nichts los im Haus. Perfekt also, ich musste nicht viel reden und konnte ganz entspannt wach werden. Bei meinen Erdnussbutter-Marmeladen-Toast-Frühstück habe ich mir einen schnulzigen Film gegönnt und gewartet bist Foster mich besuchen kommt und wir unseren Trip in den Yukon weiter planen können. Heute ist Montag und trotzdem haben alle frei. Es ist ein langes Wochenende, aber keiner scheint wirklich zu wissen, welcher Feiertag es überhaupt ist - egal frei ist frei! 
Nachdem Foster und ich uns in die Reise vertieft hatten und ein ordentliches Stück vorangekommen waren, ist ihm plötzlich eingefallen, dass er seinem besten Freund versprochen hat zu seinem Rap-Auftritt beim Sommer Festival zu kommen. Also haben wir schnell unsere Sachen zusammengerafft und sind gerade noch pünktlich angekommen. Und die Rapgruppe "Arizona" war wirklich ziemlich gut. Ich musste besonders lachen als der eine Kerl anfing "Alles Neu" von Peter Fox zu rappen :)
Zurück in Sun Lotus haben wir kurz Anita geholfen und sind dann in den See gesprungen. Wir haben bestimmt mindestens eine halbe Stunde damit verbracht uns auf den Schwimmreifen oder Surfboards treiben zu lassen und einfach die Sonne zu genießen.
Als Foster nach Hause gefahren ist und ich bemerkt hatte, dass Anita ziemlich K.O. ist, habe ich mich entschlossen Abendessen (Zucchini-Reis-Pfanne) zu machen. Zum Glück hat es alles geschmeckt. Joanna und ich haben uns noch einen Mojito gemacht, natürlich nur um den restlichen Rum aufzubrauchen, und den Abend an diesem wunderschönen Ort genossen.

04August
2014

Ein Tag lang nichts tun

Sonntag. Liebe Leute heute habe ich super aufregend und spannend !!! gar nichts gemacht :)

Das heute wäre ein typischer Tag gewesen, an dem ich mich in meinem Zimmer in mein Bett verkrochen hätte, geschlafen, geträumt, gelesen oder Filme geschaut hätte und nur auf gestanden wäre um ins Bad oder in die Küche zu gehen.
Nachdem die Hochzeitsgäste mittags fast alle abgereist waren, hatten wir alle keine Lust groß aufzuräumen und jeder hat sich seine Ecke gesucht und so vor sich hin vegetiert. Ich hab ein bisschen Recherche für meine Reise gemacht und bekomme vielleicht einen Job bei einem Wohnwagen-Vermieter in Whitehorse, Yukon. So könnte ich nach meinem Roadtrip mit Foster gleich dort bleiben bis mich die Anja besuchen kommt und ich wieder nach Vancouver gehe.
Als ich allerdings festellen musste, dass das online Film schauen anstrengend wird, da das Wlan leider zu lang läd, habe ich mich mein Handtuch und ein Buch geschnappt und mich an die letzte Ecke des Gartens verkrochen. In meinem Buch über Fettnäpfchen in Kanada habe ich etwas gelesen, warüber ich mich auch schon sehr gewundert habe. (Seht euch das Bild mal an)
Viel war aber gar nicht mit lesen, denn mir sind schon bald die auch zugefallen. Ich habe noch ein bisschen vor mich hingeträumt und wurde glatt philosophisch in meinen Gedanken. Doch dann war mir das ganze Rumgeliege ein bisschen zu viel und ich sprang in dem kleinen See neben dem Haus. Jetzt sitze ich frisch geduscht hier und kann den Film schauen, den ich über den Tag hab laden lassen. (ich schlaues Kind, sorry für das Eigenlob)

Also ihr seht, man kann nicht nichts tun, denn irgendwas passiert immer. Irgendwie macht man ja was während die Zeit rumgeht.

Soundtrack: https://www.youtube.com/watch?v=KqqQm3OAiwo

03August
2014

Die große Hochzeit

Mein Morgen begann mit vielen hungrigen Hochzeitsgästen, die alle auf ihr Frühstück warteten. Also gings rein in die Küche Sandwishes machen. Ich habe später auch eins bekommen und kann immernoch davon schwärmen. Dreiecktoast+Frischkäse+getrocknete Tomatenpaste+Salat+Ei - einfach zu lecker!

Die erste Etappe geschafft, begann das große Schnippeln in der Outdoor-Küche neben dem Festzelt. Da wir für das gesamte Catering verantwortlich waren, hatten wir ganz schön viel zu tun. Zusätzlich kamen zum Glück noch ein paar Freunde von Antia vorbei zum helfen. Auf dem Menu standen Hühnchen, vegetrische Lasagne, zahlreiche Salat (wir haben sogar Erdbeeren in Herzform geschnitten!), Tofu und noch vieles mehr.
Um 3 Uhr begann die Trauung. Meine erste Hochzeit und dann auch noch eine kanadische - WOW!
Es war eine super Stimmung, weil alle so glücklich waren. Ich konnte kurz entspannen, musste dann aber schon das Abendessen bereiten. Nachdem das Essen serviert war und alle Gäste glücklich gemampft haben, fiel vom ganzen Team eine Last ab. Ich hab mir etwas Lasagne geschnappt und hab mich in einem Liegestuhl fallen lassen und dem "Programm" der Hochzeit zugehört. Am besten haben mir die Reden mit den Glückwünschen für das Brautpaar gefallen. Alle haben natürlich von Liebe gesprochen, aber jeder hat andere Worte gefunden.
Als sich die Hochzeitsgesellschaft dann zum Tanzen aufmachte, haben wir uns (das Team) einen Mojito gemacht und der Party von der Terasse aus gelauscht. Später haben wir noch (extra für mich) die Popcorn-Maschine (wie im Kino) angemacht und uns vollgestopft. Die Sterne waren in der Nacht besonders hell und ich lag noch lange im Liegestuhl und hab sie beobachtet. Als ich feststellte, dass ich gleich dort eingeschlafen wäre, bin ich noch die weniger Meter rüber zu meinem Bus gelaufen und bin mich die Hühnerleiter hoch in mein Bett gekrabbelt.

02August
2014

Hochzeitsvorbereitungen

Für eine Hochzeit muss viel vorbereitet werden: Campingplätze und andere Unterkünfte für Gäste, Badezimmer, Garten und Blumenbeete, Catering und und und. Das hat uns also den ganzen Vormittag gekostet. Es war schön irgendwie beschäftigt gewesen zu sein und mit Anita und Joanna (aus London) zu quatschen. Als ich mit Joanna die Ofenkartoffeln fertig gemacht habe, hat sie mir viel über ihr Leben erzählt. Sie ist wirklich eine aufregende Person und ich freue mich schon die nächsten Tage mit ihr zu verbringen. Ich glaube am Montag machen wir so eine Art Schokoladen-Zeremonie und sie zeigt mir wie man Schokoladenbällchen macht, die viel besser sind als normale Schokolade aus dem Laden. Das ist pure Kakaomasse und sie enthält irgendwie eine aktive Substanz, die super gesund sein soll. Ich bin gespannt mehr darüber zu lernen :)
Nach dem Abendessen war ich mit dem Boot unterwegs und es war einfach fantastisch!

hier bin ich gerade http://www.sunlotus.ca/bed-and-breakfast.html

das Feeling habe ich gerade: https://soundcloud.com/esbee/tracy-chapman-talkin-bout-a

Piti

01August
2014

Willkommen in Sun Lotus

"Herzlich Willkommen in Sun Lotus!" 
So wurde ich heute morgen begrüßt. Nachdem ich meine Sachen in den zum Wohnen umgebauten Bus gebracht hatte, gings schon gleich an die Arbeit. Am Wochenende ist eine Hochzeit und das bedeutet, dass viele Vorbereitungen getroffen werden müssen. Meine erste Handlungtat, die mich circa 3 Stunden beschäftigte - Lasagne zubereiten.
Neben der Hausbesitzerin Anita, wohnen hier noch ihre Tochter Ginger und Mann Paul, sowie eine Freundin aus London. Alle sind sehr sympatisch und ich fühle mich shcon wieder wie zuhause.
Am Nachmittag habe ich mich in die Sonne gelegt und war eine Runde in dem bezaubernden See schwimmen. Man muss es einfach genießen an einem so schönen Ort zu sein!
Am Abend sind wir zu einem Yoga-Festival gefahren und ich habe an einem Kurs teilgenommen, den Sun Lotus ausgerichtet hat. Die 1 1/2 Stunden vergingen wie im Flug. Auch wenn ich mich wegen der viele Autos und mehrmaliger Feuerwehrsirene nicht richtig konzentrieren konnte, war es trotzdem eine schöne Erfahrung. Ich glaube, auf Dauer ist Yoga nichts für mich, aber die nächsten zwei Wochen möchte ich in der Lebensweise so viel ausprobieren wie nur geht.

 

31Juli
2014

Tagesausflug nach Sidney

Gestern spontan beschlossen, sind Nancy und ich heute nach Sidney (etwas nördlich von Victoria) gefahren und durch die Stadt getreuselt. Auf dem Hinweg sind wir mit der Fähre übergesetzt und hatten eine wunderschöne Aussicht. Mit dieser schon etwas älteren Dame ist es immer schön. Sie ist mir sehr sypatisch, behandelt mich wir ihre eigene Enkelin und erinnert mich oft an die Mutter (Diane Keaton) aus dem Film "Von Frau zu Frau". Als sie mich heute in meinem blauen Pünktchen-Kleid sah, ist sie nochmal hoch in ihr Zimmer gegangen und hat sich ein ähnliches angezogen, sodass wir aussahen wie Zwillinge. Süß oder?

Der eigentliche Grund für den Ausflug war die Ankunft einer ihrer Freundinnen in Victoria. Da ihr Flug aber Verspätung hatte, mussten wir zwei Stunden warten. Da es in Kanada aber zum Glück überall (auch im Kaff der Käffer) ein Tim Hortons gibt, waren wir mit einem Oreo-Donut gut aufgehoben!

 

30Juli
2014

Entspannung

Gestern habe ich Nancy angeboten ihr in Sachen Haus und Garten zu helfen, da ich ja weder für die Unterkunft noch für das Essen etwas bezahle. Da hat sich mich heute gleich beim Wort genommen und mich sogar um 9:30 Uhr (das erste mal überhaupt) geweckt. Wir haben ein Zelt aufgestellt, weil sie irgendein Projekt planen und etwas unterstellen wollen. Was sie genau vorhaben habe ich allerdings noch nicht herausgefunden.
Danach habe ich mir mit Buster ein Brett für ein Türschild "Deutsche Gäste" in seinem riesigen Sammelsorium ausgesucht und wir haben es zurecht geschnitten. Nancy hatte mir erzählt, dass sie in dem Raum in dem auch ich gerade wohne all ihre deutschen Gäste unterbringt und später bestimmt mal ein Hostel aufmacht. Deswegen habe ich beschlossen ein Türschild zu basteln.
Danach habe ich lange mit Nancy geschwatzt und ihr erzähl, dass ich unheimlich gern backe. Und schon 30min später stand ich mit ihr in der Küche. Wir haben einfach alles was wir gefunden haben in eine Schüssel geworfen und wieder hat sich bestätigt, dass Kuchen ohne Rezept die Besten sind.
Nach dem Abendessen sind wir zu Julie (Nancys Tochter) gefahren und haben mit ihrer Familie Kuchen gegessen. Ich durfte fahren - das erste mal überhaupt in Kanada! Zum Glück hat Nancy mein Fahrstil gefallen! Überraschenderweise hat sie mir sogar gleich einen eigenen Autoschlüssel gegeben - im Falle des Falles :)

Morgen machen wir einen Ausflug nach Sidney. Das wird sicher lustig!

 

29Juli
2014

gemütlicher Tag in Duncan

Nachdem ich heute den gesamten Vormittag mit Skypen und Computerkram verbracht habe, bin ich gegen 2 mit Nancy in die Stadt gefahren. Ich bin ein bisschen geschlendert und habe den größten Hockey Stick auf der ganzen Welt und zahlreiche Totempfähle gesehen. Die stehen hier überall einfach so als wäre nix rum. Duncan ist allerdings wirklich sehr klein und ich hatte alle Entfernungen viel zu weit eingeschätzt, sodass ich noch eine gute halbe Stunde zeit hatte bevor ich Nancy wieder traf. Gut das es hinter dem Museum gerade eine Straßenmusikerbühne gibt. Da könnte ich ganz entspannt im Gras sitzen und der Musik lauschen.

Danach habe ich mit Buster zusammen die Pferde von der Weide geholt. Wir haben draußen Abendbrot gegessen und dann bin ich mit Foster zum Fluss gefahren. Heute war es einfach so warm, dass wir die Abkühlung brauchten. Ansonsten können wir beide gerade nicht aufhören darüber nachzudenken, dass wir vielleicht einen Trip mit dem Auto in den Yukon machen. Das wäre ja so mega genial! ;)

 

28Juli
2014

Vancouver

Uiuiui. In Vancouver geht es drunter und drüber. Wir wohnten super schön, ganz in der Nähe von Granville Island und hatten einen wunderbaren Blick über False Creek. Smastag haben wir Fahrräder ausgeliehen und sind im und um den Stanley Park gedüst. Am Abend war ein Feuerwerk in English Bay und wir waren gerade auf einem Wassertaxi als es began. Dementsprechend hatten wir einen fantastischen Blick und konnten die Lichter in vollem Maß genießen. Danach sind wir zum "Celebraties", dem wahrscheinlich beliebtesten Club in Vancouver. Und ich kann die positiven Meinungen darüber wirklich nur bekräftigen. Das war eine tolle Nacht. Das war ein tolles Wochenende und wir haben so viel gesehen. Da ich jetzt nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern kann, lasse ich einfach die Bilder für sich sprechen ,)

  Stanley Park

 

 

26Juli
2014

1h wandern noch vor dem Aufstehen

Heute sind wir um 3:30 Uhr aufgestanden und wollten auf dem Mount Prevost den Sonnenaufgang beobachten. Dieser war aber leider gesperrt und so sind wir zum Mount Tzouhalem gefahren, haaben leider nicht den Sonnenaufgang gesehen, aber einen wunderschönen Blick über Duncan gehabt.

Nach einer heißen Schoki und einem Donut von Tim Horton’s bin ich erstmal wieder für eine Stunde ins Bett. Schnell alle Sachen in den Rucksack gestopft und rein ins Auto Richtung Nanaimo. Foster und ich waren super aufgeregt. Wir haben einen Double Swing, eine Art Tarzan-Sprung, gemacht. Aus der Höhe von 90 Fuß haben wir uns in ein Flusstal gestürtzt und es hat richtig viel Spaß gemacht. Am Anfang hatte ich schon ein bisschen Schiss, aber nachdem ich gesehen habe, wir viele Seile und Gurte um mich und Foster drum herum gewickelt wurden, war ich überzeugt, dass nichts schief gehen konnte. 3...2...1...wuaaaaaaaah.
Wir haben 12:45 Uhr die Fähre nach Vancouver genommen und haben uns nach Granville Island zu Sofies, eine Freundin einer Freundin von Anne, durch gekämpft. Danach haben wir auf dem Markt etwas zum Abendessen gegessen. Danach sind wir zum Strand nach Kitsilano gelaufen und haben den Sonnenuntergang genossen. Ich muss gestehen, Vancouver macht schon ordentlich Eindruck auf mich.

*Diese abgefahrene Riesen-Lampe haben wir im Schaufenster entdeckt. Da fühlt man sich irgendwie wie ein Däumlich.

25Juli
2014

men vs tree

Der Toast steckt noch im Toaster also Buster beschließt mal eben einen Baum auf seinem Grundstück zu fällen. Wir sind auch gerade zum Frühstück runter gekommen und haben das Spektakel noch im Schlafanzug beobachtet. Als der Baum sich in unsere Richtung neigte und wir es laut krachen hörten, packte uns die Angst und wir liefen hoch zum Haus. Nach diesem Adrenalin-Kick und einem kleinen Frühstück haben wir weiter an unserer Zedernlampe gearbeitet und diese sogar fast fertig gestellt. 
Da Buster früher als Förster (oder soetwas ähnliches) gearbeitet hat, wurde er von seinen Nachbarn gefragt auf deren Grundstück zwei Ahornbäume zu fällen. Also sind wir heute dorthin und haben zugeschaut. Für mich war das wirklich interessant zu sehen - Man gegen Baum. Ich hatte den kleinen Welpen Willi auf dem Arm und er hat vor lauter Angst die ganze Zeit über gewimmert. 
Danach hat uns Buster zum Cowichan River gefahren. Dort waren wir schwimmen und haben uns von der Strömung ein bisschen durch den Fluss tragen lassen. 
Gerade war unser German Dinner. Mit dem Kochen waren wir so mehr oder minder zufrieden. Das Rotkraut schmeckte nach Nelke, die Klöße nach gar nichts und das Fleisch war ein bisschen zäh, aber die Rösties waren gut - wenn auch ein bisschen angebrannt waren. 

 

24Juli
2014

Duncan

Heute wurde erstmal ausgeschlafen. Ok, zumindest bis 9. Wir wurden von dem Duft nach frischen pancakes geweckt. Als der Geruch immer stärker wurde, konnten wir uns nicht mehr in unserem super gemütlichen king size bed halten und sind in die Küche gestürtzt. Danach haben wir noch etwas gefaulenzt, uns dann aber aufgerafft etwas aus Zedern-Rinde zu flechten. Eigentlich dachten wir an einen Hut, haben uns dann aber doch für einen Lampenschirm entschieden (irgendwie praktischer). Danach sind wir mit Nancy zum Einkaufen in die Stadt gefahren. An unserem letzten Tag wollen wir ein richtig deutsches Abendbrot kochen. Es gibt Klöße, Rotkraut und Hirsch (wahrscheinlich). 

23Juli
2014

Victoria

Nachdem mich die Mädels an der Fähre in Victoria abgeholt haben sind wir nach Downtown gefahren. Da war natürlich nichts mit Entspannung. Nein - Claudi hat Geburtstag und das musste gefeiert werden. Also sind wir in ein paar Pubs und nach ein bisschen Bier konnte ich auch fast voller Energie wieder tanzen. Die Nacht haben wir auf dem Hausboot von Jackson (Verwandter von Freunden) über einem Eiscreme-Laden verbracht. Am nächsten Tag hatte wir ein wunderbares Frühstück bei Mole's. Danach haben wir China-Town erkundet und nachdem all unsere Nachmittags-Aktionen-Ideen (Kajak fahren, Fahrräder oder Mopeds mieten, Strand) irgendwie ins Wasser vielen, sind wir nur noch ein bisschen rumgefahren und haben uns dann auf dem Weg nach Duncan zu Nancy und Buster gemacht. Dort wurden wir sehr herzlich willkommen. Das Grundstück ist riesig groß und wunderschön!

 

22Juli
2014

Schon fast da!

Ich habe es geschafft. Ich bin glücklich, gesund und munter in Kanada angekommen.

Irgendwie war es mir schon in Frankfurt klar - das wird ein lustiger Trip. Ich wollte so gern wissen wieviel ich vor und dann nach der Reise wiege, doch leider habe ich es bei Christina vergessen mich auf die Waage zustellen. Am Flughafen hatte Christina die genial Idee beim Check-In zu fragen, ob ich mal kurz auf die Kofferwaage dürfte. Und Tatsache ich durfte J

Die nächste witzige Situation ereignete sich im Flugzeug bei der Ausgabe des Mittagessens. Da ich bei der Buchung vegetarisch bestellt hatte, bekam ich mit als eine der Ersten mein Gericht. (zusätzlich war es noch viel schmackhafter als das normale!)

Nach der Landung musste ich eine gefühlte Ewigkeit auf mein Gepäck warten. Danach ging es zur Immigration. Dort waren aber auch noch bestimmt 30 Weitere, die auch ein Visum haben wollten. Also habe ich mich fein angestellt und trotz dass der Officer mich recht mürrisch anschaute, überreichte er mir schließlich mein Visum und die Arbeitserlaubnis. Ich hab schon befürchtet, dass diese nur bis März 2015 gültig sei (da ich sie zu diesem Zeitpunkt beantragt habe und sie ein Jahr lang gültig ist), doch sie gilt tatsächlich bis Juli 2015. Wunderbar!

Gerade raus aus dem Flughafen habe ich an der Info erfahren, dass der nächste Bus über die Fähre nach Victoria in 3min fahre. Also bin ich schnell zum Schalter geflitzt und dank Bernds Hilfe, der mit meinem Gepäck hinter mir her hechtete, habe ich den Bus und so auch die Fähre geschafft. Jetzt sitzte ich hier, genieße die Sonne und die frische Luft und freue mich riesig auf meine beiden Freundinnen zu treffen, die mich schon in Victoria erwarten.

 

20Juli
2014

Ein Tag vor Abflug

Ich habe es noch immer nicht realisiert. Morgen fliege ich für ein Jahr nach Kanada. Der Abschied von meiner Familie ging ziemlich schnell und so gab es zum Glück keine Zeit für Tränen. Irgendwie mache ich mir so gar keine Sorgen. Das wird schon alles passen. Ich sitze gerade auf der Couch einer Freundin in Frankfurt und das einzige was ich mich frage: "Werde ich diese Nacht schlafen können oder eher nicht?" Eigentlich müssten da doch noch so viele Gedanken mehr sein... Tja, mal sehen wann mir die Augen zufallen.

Ich freue mich extrem auf Flug, Land und Leute! Kanada ich komme!

10Juli
2014

Der Flug ist gebucht!

Der erste Schritt ist getan. Gestern hat es mich plötzlich überkommen, ich habe meinen Flug endlich gebucht. Nach langem Warten in der Hoffnung, dass der Preis noch etwas sinkt, gibt es jetzt Sicherheit: Am 21. Juli 2014 um 14:15 Uhr geht es für mich von Frankfurt nach Vancouver!

Die letzten Vorbereitungen treffe ich gerade noch, denn auch wenn mein Bett schon voller Sachen liegt, die unbedingt mit müssen, ist bestimmt noch lange nicht an alles gedacht. Es gibt doch immer noch etwas, an das man erst in letzter Minute denkt. An sich fühle ich mich schon gut vorbereitet und bin in Gedanken quasi schon in Kanada. Es ist wirklich schwer zu beschreiben, wie ich mich genau fühle. Auf der einen Seite strebe ich nach dem Abenteuer Kanada. Auf der Anderen lasse ich meine Familie und Freunde zurück und bin dann ganz allein.
Meine Philosophie: Sobald der Sprung ins Flugzeug geschafft ist, wird alles so aufregend sein, dass das Heimweh erstmal gar keine Chance hat! Das lasse ich erst später kommen! :)