Oh, wie schön ist Kanada!

Berichte von 08/2014

27August
2014

Kluane National Park

Kaum aus Alaska wiedergekommen, haben wir ein Fahrzeug fertig gemacht, die dazugehörigen Kunden zufrieden gestellt und sind, nachdem wir unsere sieben Sachen zusammengerafft hatte, gleich wieder los. Das gefällt mir natürlich 
Gestartet sind wir Richtung Haines Junction. Dort gibt es ein wunderschönes Besucherzentrum, in dem man viele Sachen über Natur und Leute interaktiv herausfinden kann. Auf der Weiterfahrt in Richtung Haines wurde mir die Schönheit der Landschaft so richtig bewusst. Was auf den Bildern wahrscheinlich gar nicht so deutlich wird: Die Berge (teilweise noch von Schnee bedeckt), die zahlreichen Seen und die grünen Täler ergeben ein Bild, was ich noch nie zuvor gesehen habe. Am Nachmittag haben wir unseren Zeltplatz auf einer Art Landzunge am Dezadeash See bezogen und die Aussicht genossen.
Der nächste Morgen war ein bisschen regnerisch (leider), aber wir haben uns nicht runterziehen lassen und sind etwas umhergefahren. Denn auch wenn wir nicht aus Zucker sind, kann uns der Regen, wenn wir so gemütlich im warmen Auto sitzen, noch weniger anhaben ;) Nach mehreren Aussichts-Foto-Stops wieder im Wohnmobil sitzend, entdeckte Sylke auf einmal eine schwarze Figur im Flachland linker Hand. Anhalten war angesagt. Auf den zweiten und dritten und ... Blick wurden wir uns immer sicherer: Ein Bääääär, ein Grizzly-Bär! Raus aus dem Auto – Kamera in die Hand. Ich konnte meine Augen gar nicht von meinem ersten Grizzly lassen und habe tausend fast gleich aussehende Bilder geschossen :) 
Die zweite Nacht kampierten wir an den Million Dollar Falls. Ein recht kleiner Fluss suchte sich direkt neben unserer Park-Niesche seinen Weg zum Wasserfalls. Schön soweit, nur dass dieses Flussrauschen nachts sehr laut war. Aber ihr kennt mich ja: Ich kann überall und immer schlafen. Das wurde mir übrigens auch während der Fahrt manchmal ein bisschen zum Verhängnis. Dieses Geschaukel lies mir immer wieder gegen meinen Willen die Augen zufallen.

Auf dem Heimweg, wieder mit wunderschönem Wetter, haben wir am Rock Glacier und am Kathleen Lake gehalten. Das sind wirklich fantastische Plätze.

Sonnenaussicht

24August
2014

Alaska

Übers Wochenende sind Sylke und ich mit dem Auto nach Skagway, Alaska gefahren. Allein schon die Hinfahrt war traumhaft. Bei bestem Wetter konnten wir wunderschöne Blicke über die vielen Berge und Seen erhaschen. Um gute Fotos zu schießen und die frische Luft zu genießen, haben wir immer wieder angehalten und sind für ein paar Minuten aus dem Auto raus. Noch auf kanadischer Seite parkten mitten auf der Straße plötzlich mehrere Autos und Sylke wusste sofort: „Wenn die alle gucken, muss da was sein!“, also steigen wir aus. Es dauerte gar nicht lange, da hatten wir die drei kleinen Schwarzbär-Babies im Baum nahe der Straße entdeckt – super süß!
Das wunderschöne Wetter herrschte auch in Skagway, was eigentlich eher untypisch ist. Deswegen haben wir uns sehr gefreut unser Sandwich in praller Sonne auf den Felsen direkt am Meer genießen zu können. Nach einer kleinen Klettertour und dem Hotel-Einchecken, sind wir die Straße (wohl eher eine Hauptstraße namens "Broadway") in Downtown zwischen allen den Touris der Kreuzfahrtschiffe hoch und runter geschlendert und auch das ein oder andere Souvenir gekauft. In Richtung Hafen haben wir in einem Fischrestaurant zu Abend gegessen und uns noch die letzten Sonnenstrahlen aufs Gesicht scheinen lassen.

Sonntag früh um 7:45 Uhr startete unsere Express-Fähre nach Juneau. Auf dem kleinen Boot „Fiordland“ mit ca. 20/30 Passagieren an Board, machten wir uns zunächst auf den Weg nach Haines, einem kleinen Fischerdorf nicht weit von Skagway. Während der Fahrt konnte ich gar nicht lang drin bleiben, da die Landschaft mit den wahnsinnig hohen Bergen direkt am Meer einfach so unglaublich schön war. Natürlich habe ich versucht mit meiner Kamera den besten Winkel einzufangen, aber ich kann euch sagen: in echt, ist das alles noch viiiiiel fantastischer! Der Kapitan hat zwischendurch viel erzählt und kleine Scherze gemacht, sodass jeder bester Stimmung war.

In Juneau angekommen, hatte es sich zugezogen. Aber auch der Regen konnte Sylke und mir nicht die Stimmung verderben. Nachdem wir durch einige Läden geschlendert waren, setzten wir uns in ein Restaurant direkt am Wasser und haben uns Heilbutt und Shrimps schmecken lassen. Am Nachmittag brachte uns ein Bus zum Mendenhall Gletscher. Dieser war mit seiner satten und leuchtenden hellblauen Farbe ein richtiger Magnet für meine Kamera.
Auf der Bootsrückfahrt haben wir zusätzlich zu den schon auf der Hinfahrt gesehenen Weißkopfseeadlern, Robben und Seelöwen auch noch Wale aufgespürt.
Ganz schön viel Wildlife auf dem Trip, was?

Bootsfahrt nach Juneau

22August
2014

Kookatsoon Lake

Heute habe ich eine Fahrradtour zum Kookatsoon Lake gemacht. Das waren so ungefähr 5km den Berg runter in 15min und dann die Strecke wieder zurück in 30min. Ein bisschen habe ich mich geärgert, dass ich kein Badezeug mitgenommen habe, aber dann fahre ich eben morgen nochmal hin :)
Es ist dort einfach wunderschön und ich kann es kaum erwarten im Winter auf einem solchen See einlaufen zu gehen!

21August
2014

Die größte Fishleiter der Welt

 Lachswanderung! Die Chinook-Lachse schlüpfen in Wolf Creek, Yukon River und Umgebung (Bachläufe) und verbringen dort die ersten paar Jahre ihres Lebens. Danach begeben sie sich auf eine große Reise in Richtung Beringsee. Dort leben sie und fressen sich eine Art Reserve an. Auf irgendeine natürliche Weise brechen sie dann individuell auf zurück in ihre Laichgewässer. Sie schwimmen innerhalb von 3 Monaten die 3000km zurück zum Yukon River ohne in dieser Zeit Nahrung zu sich zu nehmen. Das ist die längste Reise von Lachsen auf der Welt! Sind sie in ihrem "Geburtsgewässer" wieder angekommen, sterben sie.

Die Fischleiter in Whitehorse wurde 1959 nach der Fertigstellung des Dammes gebaut. Sie ist 366m lang und überwindet einen Höhenunterschied von 15m. Täglich werden die vorbeiziehenden Fische gezählt, um die Lachspopulation über die Jahre zu protokollieren. Da der Fischvestand in den letzten Jahre sehr abgenommen hat, ist es inzwischen sogar im ganzen Yukon fast verboten Lachs zu angeln!

 

hier noch mehr infos: http://www.travelworldonline.de/lachsleiterwhitehorse.html

 

19August
2014

Miles Canyon

18August
2014

ATV-Tour Mount Montana

Der freie Tag heute wird genutzt, das steht fest. Wir haben eine Tour mit den ATVs (All Terrain Vehicle) auf den Mount Montana gemacht. Das Wetter war beständig, aber fast eine geschlossene Wolkendecke sodass es natürlich genial war, als die Sonne durchblinzelte als wir am relativ höchsten Punkt angekommen waren. Quad fahren macht richtig Spaß und da es nicht nur eine Straße war, die wir dort hochgetuckert sind (sondern zerklüftetes Gelände), hat es mir noch mehr Adrenalin verpasst. Einige Stellen waren sehr eng, andere dafür sehr steil. Wir haben uns unseren Weg gebahnt und konnten dann die wunderschöne Aussicht genießen. 

 

16August
2014

Arbeitstag + News

Es ist Ende der Hochsaison und Frank und Sylke sind komplett ausgebucht. Morgen gehen vier Wohnwagen oder Camper raus und die mussten heute alle fertig gemacht werden. Jetzt bin ich total müde und verspreche morgen endlich mal zu erzählen, wie hier alles so ist.

Trotzdem gibts ein paar Fotos vom Tag.

Ergänzung:

Es war also ein richtig anstrengender Putztag. So ein Wohnmobile wird komplett gesaugt (auch Matratzen, Couch, Garndinen, Schränke) und danach gewischt (möglichst jede Oberfläche). Vorher muss natürlich alles Bettzeug und die Einrichtung mit Kücheninventar rausgenommen werden. Fenster werden natürlich auch immer geputzt und nicht zu vergessen ds Fahrerhäuschen und die Außen-Stauräume.... und ich sag euch das dauert und zieht unheimlich Energie, weil man sich ja immer wieder verbiegt und rauf und runter krabbelt um auch in die kleinste Ecke zu kommen.
Am frühen Nachmittag war ich mit Sylke shoppen. Der "real canadian Superstore" ist einfach 3mal so groß ie ein normales Kaufland bei uns, das ist wirklich krass. Alles ist in riesen Verpackungen, ist ja auch verständlich, wenn man wie wir erstmal 35km bis zum Laden fährt. Jetzt haben wir viele leckere Sachen zu Hause und ich freue mich schon zu kochen.
Wir haben noch ein Wohnmobile aus der Werkstatt geholt und neu ausgerüstet. Da haben wir gar nicht gemerkt wie die Zeit verging und haben uns dann nur noch in die Betten geworfen.

Bild: Ha, extra für mich (wäre ja schön) wurde das Wilkommensschild von Whitehorse neu angestrichen. Der Maler hat mir erzählt, dass in ein paar Wochen sogar jemand genau dort vorm Schild heiraten will. Verrückte Menschen gibts.

15August
2014

Auf die Putzlappen, los! + news

Was man nicht alles an einem Wohnwagen putzen kann - ihr würdet euch wirklich wundern.

Gern erzähle ich morgen noch mehr wie schön es hier eigentlich ist, welche Trips wir machen werden und was alles für Arbeit bei einer Wohnwagenvermietung anfällt. Jetzt bin ich aber so müde, dass ich lieber erstmal die Bilder für sich wirken lassen möchte und ich mich ins Bett lege um neue Energie für morgen zu sammeln.

Ergänzung:

Ich wohne jetzt bis Mitte September bei Frank und Sylke. Sie sind deutsch, ausgewandet und führen jetzt ein Familienunternehmen für Wohnwagenvermietung in Whitehorse. Die Flotte umfasst 10 Fahrzeuge (Wohnmobile, Trucks mit Anhänger). Bei allem was so anfällt, gehe ich Ihnen ein bisschen zur Hand und sie nehmen mich auf Trips mit dem ATV, Wohnwagen oder Kanu mit und zeigen mir ein bisschen den Yukon. Da ich habe mein eigenes gemütliches Zimmer und Bad habe, kann ich mich so richtig einrichten und fühle mich wie zuhause. Immer dabei sind Tucker und Kira, die beiden Border Collie irgendwas Mischlinge, die einen mit lautem Bellen immer sofort wissen lassen, wenn jemand auf den Hof kommt. Mit Nachbarn ist es hier eigentlich wieder nicht so :) Sylke und Frank vermieten eine kleine Cabin auf ihrem 8 Hektar Grundstück, aber die dort wohnende Frau habe ich bisher nur zweimal mit ihrem Truck vorbeifahren sehen.

 

14August
2014

Whitehorse, ich komme!

Mit viel "Puffer-Zeit" bin ich heute früh um 10 mit Nancy vom Yoga-Zentrum aus gestartet. Wir haben Dana noch auf dem Weg nach Nanaimo in Chemainus rausgelassen und uns dann einen schönen Schnack im Auto gemacht. Ich hab noch was zum Essen für unterwegs gekauft und bin dann auf die Fähre. Dank perfektem Timing habe ich gleich den nächsten Bus geschafft und sogar auch den Skytrain. Ein wenig zu früh gefreut, denn das hieß nur, dass ich am Flughafen in Vancouver länger warten muss. Auch wenn es in Deutschland schon nach Mitternacht war, musste der Paul herhalten und sich mit mir unterhalten :) (ich bin mir sicher, das hat er gern gemacht) Irgendwie konnte ich nicht einfach lesen oder was anderes machen. Die Frau am Check-In musterte erstmal meinen riesengroßen Rucksack, aber das bin ich ja mittlerweile schon gewöhnt - nein, das ist kein Sperrgepäck. Mit Boarding-Pass und einem Fenstersitz bin ich glücklich weiter zur Sicherheitskontrolle. Wie hätte es anders sein können bei meiner Familie, wurde ich natürlich vom System ausgewählt und musste zu einer Extra-Kontrolle :) Als sie endlich festegestellt haben, dass mein Buch nur ein Buch ist (eben sehr dick) und mein Campingkocher-Aufsatz nur ein Aufsatz ist (und da kein Gas drin ist), haben sie mich gehen lassen und ich konnte mir meinen Weg zu Gate bahnen. 
Mit einer halben Stunde Verspätung bin ich zwischen wunderschönen Gipfeln in Whitehorse gelandet. Frank hat mich abgeholt und mir auf der Heimfahrt schon viele seiner Ausflugsideen für die kommende Zeit erzählt. Sofern ich irgendwelche Vorstellungen bisher hatte, sind die schon alle übertroffen.

13August
2014

Go with the flow, go and glow!

Ein Tag voller Ereignisse - einer der schönsten letzten Tage an einem wundervollen Ort.

Als ich heute morgen aufgestanden bin, war ich vollkommen leer an Gedanken und bereit für Yoga. Obwohl mir Foster gestern erzählt hat, dass sich sein Chef anders entschieden hat und wir so nicht den Trip in den Yukon machen können, ist meine Laune nicht gesunken. Wie Dana immer sagt: "Go with the flow!" - eine Tür schließt sich und die nächste öffnet sich. Ich habe das deutsche Ehepaar im Yukon sofort wissen lassen, dass sich meine Pläne geändert haben und sie haben mir angeboten einen Flug innerhalb der nächsten zwei Tage für mich zu buchen. Da habe ich natürlich nicht gezögert.
Während der Yoga-Stunde konnte ich mich gar nicht so recht konzertrieren, weil ich einfach so aufgeregt war. Ich bin sogar gleich mit dem Auto zu Nancy und Buster gefahren um meine restlichen Sachen zu holen und meinen Rucksack zu packen. Das wird wieder ein Geschleppe mit Fähre, Bus, Sky train und Flughafen ... aber hey, das gehört zum Reisen dazu!
Nachmittags haben wir einen Ausflug zum Cowichan Fluss gemacht. Anita hat für jeden einen Neopren-Anzug und einen Riesen-Schwimmreifen mitgenommen, also waren wir bestens präpariert zum raften und "body surfen". Das hat wirklich super viel Spaß gemacht.
Wieder zurück hat Joanna die Kakao-Zeremonie, welche sie in Guatemala kennengelernt hat, vorbereitet. Der Kakao, den sie mitgebracht hat ist vollkommen rein (nur die gepresste und gemahlene Kakaobohne) und enthält alle aktiven Inhaltstoffe, die commerziellen Schokolade entfernt werden. Nach einen extrem wohltuenden Kakaodrink und Meditation ging der Abend in einen Yogatanz über. Dabei hat man sich selbst völlig vergessen, ist aus seinem Körper sozusagen ausgetreten und hat sich dem Rythmus der Musik hingegeben.
Alle Frauen, wo sie auch alle herkommen, haben mir ein Gefühl von Liebe und Geborgenheit gegeben, sodass es eine unvergessliche Zeit für mich hier in Sun Lotus geworden ist. Ich werde diese Familie vermissen.

11August
2014

Riesenrüben und Fischbisse

Die letzten Tage vergingen wir im nu. Ein schönes Gemisch aus purer Entspannung, ein bisschen Gartenarbeit und jeder Menge Kreativität.
Neben dem gießen habe ich heute eine Kürbis-Rettungs-Aktion gestartet in dem ich unter jedes noch so kleines Gewächs einen Alu-Teller gelegt. Die Pflanzen sind aber ganz eigen und wachsen furchtbar verschlängelt, sodass ich danach überall an Armen und Beinen kleine Schnitte und rote Punkte hatte. Selten, aber wenn ich mal nicht draußen war, habe ich mich in der Küche aufgehalten. Ich habe zum Beispiel einen deutschen Pflaumen-Streusel-Kuchen gemacht und der ist sogar richtig gut geworden. Die Pflaumen habe ich vom Baum unseres Nachbarns gepflückt, der sie uns einfach angeboten hat und sich sichtlich gefreut hat als ich rüber kam. 
Jeden Tag gibt es eine Zeit, zu der es einfach überall viel zu warm ist. Da kommt mir unser kleiner See genau richtig. So lange man sich schnell bewegt und schwimmt, kommen einem die Fische nicht zu Nahe, doch als Dana und ich es uns heute in den Schwimmreifen und auf den Surfboards gemütlichgemacht haben, begannen sie an uns zu knabbern - nicht nur Lutschen, die haben sogar Zähne! 
Unsere Abendessen sind immer genial, aber das heute war ganz besonders. Alles was auf dem Tisch stand, kam aus dem eigenen Garten. Das finde ich total cool. Jeden Tag kümmern wir uns um die Pflanzen, sie wachsen mit Liebe und dann können wir sie essen. Außederm habe ich ein neues Gemüse entdeckt: Rutabaga! Das ist eine Wurzel und schmeckt ähnlich wie Kohlrabi nur etwas milder. Manchmal ist es sehr lustig, wenn wir Gemüse aus dem Garten holen, weil es meist größer ist als wir glaubten. Riesenzucchinis, Riesenrüben, Riesensalate!
Abgesehen vom Faulenzen, Kochen/Backen, Yoga und Gartenarbeit sind wir natürlich auch sehr kreativ. Wir haben unsere T-shirts neu designed, geblichen und bemalt. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht.
Es ist Vollmond heute und am See ist eine unglaubliche Stimmung - ich weiß schon wo ich meinen Abend verbringe.

08August
2014

Gartentage

Die letzten beiden Tage habe ich sehr viel mit nachdenken verbacht. All das hier ist wie eine neue Welt für mich und ich freue mich, dass ich sie entdecken kann. Durch Meditation und Yoga wurde ich richtig angeregt über mich, meine Zukunft, mein Leben, die Welt, das Universum ... zu philosophieren.   Genau das geht hier in Sun Lotus besonders gut - denn man hat hier Zeit für alles. Wenn wir beim essen in unserer kleinen "Familie" zusammensitzen, sind die Gespräche immer sehr interessant, da wir alle so verschieden sind und jeder einen anderen Blickwinkel hat.
Vor- und Nachmitttags ist Gartenarbeit angesagt. Beete pflegen, Gemüse pflanzen, gießen. Mit viel Liebe hat man in Sachen Eigenanbau dann soviel Erfolg wie Anita. Die Zucchini sind enorm groß, wir haben zahlreiche Salate und Kohlsorten und die Tomaten werden auch langsam reif.
Morgen machen wir eine Schokoladen-Zeremonie und ich habe Hwiemtun, einen First-Nation-Freund aus 2012, eingeladen mit dabei zu sein. Ich bin schon sehr gespannt was mich erwarten wird.

 

06August
2014

Magische Karten

Verrückter Tag. Heute morgen noch hatte ich gar keinen Plan für den Tag. Ich dachte vielleicht kommt mich Gerald (Freund von 2012) oder Foster besuchen und wir quatschen ne Runde, aber irgenwir kam alles anders und das ist war gut so!

Ich habe mir extra einen Wecker gestellt, damit ich pünktlich um 10 Uhr zur Yoga Stunde gehen konnte. Seltsamerweise bin ich die letzten Nächte immer um 10 vor 6 aufgewacht und danach wieder so tief eingeschlafen, dass ich wie ein Stein war. Meine zweite Yoga-Stunde war sehr entspannend. Ich habe es leider immer noch nicht so richtig raus zu meditieren während ich sportliche Übungen mache, denn bei mir ist es so ein Entweder-oder-Ding - Sport oder Meditation. Trotzdem bin ich mir sicher, dass sich da über die nächste Woche noch etwas ändern wird.
Nach dem Yoga haben wir alles ein bisschen in Haus und Hof gearbeitet und ich sah wirklich schlimm dreckig aus als ich das große BBQ gereinigt habe. Da war erstmal eine Grundreinigung nötig! 
Zurzeit sind wir gerade 4 Frauen hier in Sun Lotus: Anita, Joanna, Dana und ich. Wir haben heute eine schöne Nachmittagspause am See gemacht. Karly, Anitas Freundin, kam vorbei und hat solche spirituellen Karten mitgebracht und wir haben sie für jeden gelegt und versucht zu lesen. Dieses ganze Yoga/Magische/Spirituelle ist vollkommen neu für mich und ich entdecke eine neue Welt. Also habe ich mich einfach geöffnet und mitgemacht. Wir hatten super viel Spaß und es war eine tolle verrückte Stimmung. Schon wieder erinnert mich die Situation an einen Film, aber ich kann ihn nicht beim Namen nennen. Es war einfach eine der Situationen wie im Film, wenn man mit so älteren Tantchen zusammen sitzt und sie sich alle dem Übernatürlichen gewidmet haben - einfach verrückt und absolut zu genießen! Danach sind wir Lebensmittel einkaufen gegangen und sind mit unserem riesigen Einkaufswagen durch die Gänge geschlendert. Außerdem haben wir noch eine neue Statue für Anita gekauft und ich habe einen neuen Ort namens "Chemainus" in der Nähe von Duncan kennengelernt. Das ist eine kleine niedliche Stadt in der nutzlose Wände in Gemälde verwandelt werden und es Vorgärten der ganz besonderen Art gibt.
Die Zeit ging um wie im Flug. Jetzt nach dem fantastischen Abendessen fallen wir alle ins Bett!

 

selbst gemachte Kohl-Chips

05August
2014

Mojitooooos

Als ich heute aufgestanden bin, war irgendwie so gar nichts los im Haus. Perfekt also, ich musste nicht viel reden und konnte ganz entspannt wach werden. Bei meinen Erdnussbutter-Marmeladen-Toast-Frühstück habe ich mir einen schnulzigen Film gegönnt und gewartet bist Foster mich besuchen kommt und wir unseren Trip in den Yukon weiter planen können. Heute ist Montag und trotzdem haben alle frei. Es ist ein langes Wochenende, aber keiner scheint wirklich zu wissen, welcher Feiertag es überhaupt ist - egal frei ist frei! 
Nachdem Foster und ich uns in die Reise vertieft hatten und ein ordentliches Stück vorangekommen waren, ist ihm plötzlich eingefallen, dass er seinem besten Freund versprochen hat zu seinem Rap-Auftritt beim Sommer Festival zu kommen. Also haben wir schnell unsere Sachen zusammengerafft und sind gerade noch pünktlich angekommen. Und die Rapgruppe "Arizona" war wirklich ziemlich gut. Ich musste besonders lachen als der eine Kerl anfing "Alles Neu" von Peter Fox zu rappen :)
Zurück in Sun Lotus haben wir kurz Anita geholfen und sind dann in den See gesprungen. Wir haben bestimmt mindestens eine halbe Stunde damit verbracht uns auf den Schwimmreifen oder Surfboards treiben zu lassen und einfach die Sonne zu genießen.
Als Foster nach Hause gefahren ist und ich bemerkt hatte, dass Anita ziemlich K.O. ist, habe ich mich entschlossen Abendessen (Zucchini-Reis-Pfanne) zu machen. Zum Glück hat es alles geschmeckt. Joanna und ich haben uns noch einen Mojito gemacht, natürlich nur um den restlichen Rum aufzubrauchen, und den Abend an diesem wunderschönen Ort genossen.

04August
2014

Ein Tag lang nichts tun

Sonntag. Liebe Leute heute habe ich super aufregend und spannend !!! gar nichts gemacht :)

Das heute wäre ein typischer Tag gewesen, an dem ich mich in meinem Zimmer in mein Bett verkrochen hätte, geschlafen, geträumt, gelesen oder Filme geschaut hätte und nur auf gestanden wäre um ins Bad oder in die Küche zu gehen.
Nachdem die Hochzeitsgäste mittags fast alle abgereist waren, hatten wir alle keine Lust groß aufzuräumen und jeder hat sich seine Ecke gesucht und so vor sich hin vegetiert. Ich hab ein bisschen Recherche für meine Reise gemacht und bekomme vielleicht einen Job bei einem Wohnwagen-Vermieter in Whitehorse, Yukon. So könnte ich nach meinem Roadtrip mit Foster gleich dort bleiben bis mich die Anja besuchen kommt und ich wieder nach Vancouver gehe.
Als ich allerdings festellen musste, dass das online Film schauen anstrengend wird, da das Wlan leider zu lang läd, habe ich mich mein Handtuch und ein Buch geschnappt und mich an die letzte Ecke des Gartens verkrochen. In meinem Buch über Fettnäpfchen in Kanada habe ich etwas gelesen, warüber ich mich auch schon sehr gewundert habe. (Seht euch das Bild mal an)
Viel war aber gar nicht mit lesen, denn mir sind schon bald die auch zugefallen. Ich habe noch ein bisschen vor mich hingeträumt und wurde glatt philosophisch in meinen Gedanken. Doch dann war mir das ganze Rumgeliege ein bisschen zu viel und ich sprang in dem kleinen See neben dem Haus. Jetzt sitze ich frisch geduscht hier und kann den Film schauen, den ich über den Tag hab laden lassen. (ich schlaues Kind, sorry für das Eigenlob)

Also ihr seht, man kann nicht nichts tun, denn irgendwas passiert immer. Irgendwie macht man ja was während die Zeit rumgeht.

Soundtrack: https://www.youtube.com/watch?v=KqqQm3OAiwo

03August
2014

Die große Hochzeit

Mein Morgen begann mit vielen hungrigen Hochzeitsgästen, die alle auf ihr Frühstück warteten. Also gings rein in die Küche Sandwishes machen. Ich habe später auch eins bekommen und kann immernoch davon schwärmen. Dreiecktoast+Frischkäse+getrocknete Tomatenpaste+Salat+Ei - einfach zu lecker!

Die erste Etappe geschafft, begann das große Schnippeln in der Outdoor-Küche neben dem Festzelt. Da wir für das gesamte Catering verantwortlich waren, hatten wir ganz schön viel zu tun. Zusätzlich kamen zum Glück noch ein paar Freunde von Antia vorbei zum helfen. Auf dem Menu standen Hühnchen, vegetrische Lasagne, zahlreiche Salat (wir haben sogar Erdbeeren in Herzform geschnitten!), Tofu und noch vieles mehr.
Um 3 Uhr begann die Trauung. Meine erste Hochzeit und dann auch noch eine kanadische - WOW!
Es war eine super Stimmung, weil alle so glücklich waren. Ich konnte kurz entspannen, musste dann aber schon das Abendessen bereiten. Nachdem das Essen serviert war und alle Gäste glücklich gemampft haben, fiel vom ganzen Team eine Last ab. Ich hab mir etwas Lasagne geschnappt und hab mich in einem Liegestuhl fallen lassen und dem "Programm" der Hochzeit zugehört. Am besten haben mir die Reden mit den Glückwünschen für das Brautpaar gefallen. Alle haben natürlich von Liebe gesprochen, aber jeder hat andere Worte gefunden.
Als sich die Hochzeitsgesellschaft dann zum Tanzen aufmachte, haben wir uns (das Team) einen Mojito gemacht und der Party von der Terasse aus gelauscht. Später haben wir noch (extra für mich) die Popcorn-Maschine (wie im Kino) angemacht und uns vollgestopft. Die Sterne waren in der Nacht besonders hell und ich lag noch lange im Liegestuhl und hab sie beobachtet. Als ich feststellte, dass ich gleich dort eingeschlafen wäre, bin ich noch die weniger Meter rüber zu meinem Bus gelaufen und bin mich die Hühnerleiter hoch in mein Bett gekrabbelt.

02August
2014

Hochzeitsvorbereitungen

Für eine Hochzeit muss viel vorbereitet werden: Campingplätze und andere Unterkünfte für Gäste, Badezimmer, Garten und Blumenbeete, Catering und und und. Das hat uns also den ganzen Vormittag gekostet. Es war schön irgendwie beschäftigt gewesen zu sein und mit Anita und Joanna (aus London) zu quatschen. Als ich mit Joanna die Ofenkartoffeln fertig gemacht habe, hat sie mir viel über ihr Leben erzählt. Sie ist wirklich eine aufregende Person und ich freue mich schon die nächsten Tage mit ihr zu verbringen. Ich glaube am Montag machen wir so eine Art Schokoladen-Zeremonie und sie zeigt mir wie man Schokoladenbällchen macht, die viel besser sind als normale Schokolade aus dem Laden. Das ist pure Kakaomasse und sie enthält irgendwie eine aktive Substanz, die super gesund sein soll. Ich bin gespannt mehr darüber zu lernen :)
Nach dem Abendessen war ich mit dem Boot unterwegs und es war einfach fantastisch!

hier bin ich gerade http://www.sunlotus.ca/bed-and-breakfast.html

das Feeling habe ich gerade: https://soundcloud.com/esbee/tracy-chapman-talkin-bout-a

Piti

01August
2014

Willkommen in Sun Lotus

"Herzlich Willkommen in Sun Lotus!" 
So wurde ich heute morgen begrüßt. Nachdem ich meine Sachen in den zum Wohnen umgebauten Bus gebracht hatte, gings schon gleich an die Arbeit. Am Wochenende ist eine Hochzeit und das bedeutet, dass viele Vorbereitungen getroffen werden müssen. Meine erste Handlungtat, die mich circa 3 Stunden beschäftigte - Lasagne zubereiten.
Neben der Hausbesitzerin Anita, wohnen hier noch ihre Tochter Ginger und Mann Paul, sowie eine Freundin aus London. Alle sind sehr sympatisch und ich fühle mich shcon wieder wie zuhause.
Am Nachmittag habe ich mich in die Sonne gelegt und war eine Runde in dem bezaubernden See schwimmen. Man muss es einfach genießen an einem so schönen Ort zu sein!
Am Abend sind wir zu einem Yoga-Festival gefahren und ich habe an einem Kurs teilgenommen, den Sun Lotus ausgerichtet hat. Die 1 1/2 Stunden vergingen wie im Flug. Auch wenn ich mich wegen der viele Autos und mehrmaliger Feuerwehrsirene nicht richtig konzentrieren konnte, war es trotzdem eine schöne Erfahrung. Ich glaube, auf Dauer ist Yoga nichts für mich, aber die nächsten zwei Wochen möchte ich in der Lebensweise so viel ausprobieren wie nur geht.