Oh, wie schön ist Kanada!

Berichte von 03/2015

29März
2015

Heart of Hockey oder das ist übrigens Brad Richards

Nach dem der Vorabend wiedermal mit Hockey und Schwimmen ausklang,

führte unser Weg an diesem Tag, in die kleinste Provinz Kanadas.
Kaum dass wir die Confederation-Bridge nach Prince-Edward-Island überquerten
(die weltweit längste Brücke über Eismeer), legte sich auch sofort der Nebel und die miese Straßenqualität.

Wir fuhren direkt nach Charlottetown wo sich nach betreten des Hauses unseres Couchsurferhost´s sämtliche gute Laune in Luft auflöste und uns der Ekel dazu trieb, das Haus ohne Weiteres zu verlassen. Dummerweise hatten wir unserem anderen Host schon abgesagt, egal fragen kostet nicht.

Und nachdem sich Resi noch ganz kunstvoll in der jeweiligen Einfahrt fest fuhr, lernten wir unseren Host kennen: Karyn!



Eine lebensfrohe ältere Dame, die scheinbar jeden auf PEI kennt.
So nahm sie uns am nächsten Tag gleich mit in die Kirche, nicht zu vergleichen mit deutschen Gottesdiensten, sondern vielmehr ein Familientreffen, bei dem wir nicht nur von jedem begrüßt sondern auch offiziell zur Andacht willkommen gehießen wurden, selbst als Heiden .

Karyn stellte uns Allan Andrews vor, aus dessen Talentschmiede nicht nur das Eishockeytalent Sidney Crosby  kommt, sondern auch Brad Richards(Chicago Blackhawks) neben dem wir zufällig im Auto saßen, da er etwas aus Karyns Kostümshop leihen wollte.

Wir wurden mit zu einem gemeinnützigen Pancakefrühstück genommen und anschließend zum Hockeyfinale der örtlichen Junioren.



Am nächsten Tag sind wir dann noch mit Schneeschuhen zur nahen Küste gelaufen, bevor wir dann mit Karyn eislaufen gingen. Das bedeutete für Sie gemütliche Runden drehen und uns Hockey und eine weitere nette Bekanntschaft:
Zwei ältere Herren, denen wir durch Leihgabe unserer Sticks zum zweiten kanadischen Frühling verhalfen.

Alles in Allem eine wunderbare Zeit und ein Höhepunkt unserer Reise, die uns nun in Richtung Gaspé führt.

25März
2015

Brennender Ziegenkopf

Nun ging es also weiter. Vorerst Richtung Süden fuhren wir die Ostküste von Nova Scotia auf der Küstenstraße bis zum kleinen Fischerort Lunenburg. Auf dem Weg hielten wir noch in Peggy’s Cove und kletterten über die Steine am Leuchtturm.

In Lunenburg gibt es weder einen Walmart noch waren die Campingplätze vom Schnee befreit also vielen beide meiner Übernachtungsideen flach. Paul hat kurzer Hand entschlossen direkt auf dem zentralen Parkplatz am Hafen zu campen. In diesem kleinen Ort hat das auch keinen gestört J Trotzdem kam ich mir ein bisschen komisch vor, auf dem Pier neben der berühmten Bluenose 2 den Kocher auszupacken und uns ein Abendessen zu zaubern. Was solls, der Typ auf der anderen Straßenseite kann ruhig starren.

 

In Yarmouth wurde das Wetter sehr angenehm, um nicht zu sagen sogar schon fast warm. Ich habe im Reiseführer unter einem Pavillon an der Wasserfront gestöbert und Paul hat die Angel ins Wasser gehalten und den Fischen gut zu gesprochen. Leider ohne Fisch zum Abendessen, hatten wir uns in den Kopf gesetzt am Leuchtturm zu übernachten. Es stellt sich heraus, dass dieser irgendwo im nirgendwo auf einer Landzunge weiter weg von der Stadt stand.

Auf dem Weg dorthin haben wir die Käfige für die in Nova Scotia bekannten Lobster (Hummer) gesehen.

 

Die letzten Sonnenstrahlen haben wir neben einem kleinen Bootshaus am Strand genossen und diesen Platz gleich zu unserem Schlafquartier erklärt. Am nächsten Morgen hat zwar mehrmals ein Auto neben uns gehalten und etwas wurde von oder zum Haus verladen, aber es hat sich zum Glück keiner an uns gestört!

 

Außerdem waren wir natürlich mal wieder eislaufen.

 

Auf dem Weg zum Burn Coat Head (Pauls Übersetzung: Brennender Ziegenkopf) haben wir dieses lustige Schild gesehen. Danach sind wir auf einen völlig verschneiten und vereisten Touristenplatz gekommen und konnten uns den Weg zu Klippe erkämpfen. 

21März
2015

Luxus in Halifax

Nach sieben Nächten im Auto haben uns Paul und ich für drei Übernachtungen in einem richtigen Hause mit 4 Wänden eingenistet. Ich habe sogar die Heizung auf 21°C gestellt, um es schön huschlig zu haben. Das stellt sich jedoch als viel zu warm heraus und wir haben uns beim schlafen fast Tod geschwitzt. Tja, an Luxus muss man sich eben auch erst wieder gewöhnen J

Gleich nach unserer Ankunft haben wir den Hafen inklusive Boardwalk und die Markthalle erkundet. Dort haben wir sobald eine deutsche Fleischerei als auch Bäckerei gefunden. Also gab’s Wiener und Brezel zum Mittag – perfekt!

Die ungeheuren Schneemassen hier sind jedoch alles andere als perfekt. Bis zu 5 oder 6m hat es in Nova Scotia diesen Winter geschneit und mittlerweile haben alle die Nase voll von der Kälte und sehnen sich nach Frühling.

Es gibt etwas was sich diesen Urlaub immer wieder bestätigt und was ich mit Anja un Vancouver schon festgestellt habe.

->Strand lohnt sich! – Egal zu welcher Jahreszeit!

Wenn der Wind dann doch zu kalt pustet, kann man ja immer noch nach Drinnen flüchten. In der Hall of Fame hat sogar Paul etwas Neues über Hockey gelernt. Halifax ist die Geburtsstadt von dem weltweitbekannten Spieler Sidney Cosby. Hier ein Bild vom Trockner in seinem Elternhaus auf den er Zielschießen gemacht hat.

20März
2015

On Tour

Lustige Einkaufswagenrolltreppen,

verängstigte Blicke,

oder schnelleres Essen, als im Drive-Thru,

 

Reisen bleibt spannend.

16März
2015

Boston - auf der Suche nach der Touri-Info

Unschwer zu erkennen ist unser Kingsizebett vollklimatisiert und mit bester Aussicht. 

Aber mal abgesehen vom Vorabend begann der Tag mit Sonnenschein und Restschnee, jedoch wärmster Laune und der Suche nach einer Touristeninfo. Davor jedoch stellte sich ersteinmal die Herausforderung der Parkplatzsuche... 

Wir waren auf dem richtigen Weg.

 

Egal ob man die Info findet oder nicht, in dieser Stadt ist man gezwungen an Sehenswürdigkeiten und Anziehungspunkten vorbei zu kommen und so war schon die Suche, mehr als erreichernd.

Wenn man die Info dann findet wird man auf einen roten Leitfaden(Freedom-Trail) hingewiesen, der durch die ganze Stadt gepflastert wurde und an allen historisch interessanten Punkten vorbei führt. 

So wurden wir am Ende eines sonnig, warmen Tages noch mit einem Blick über die Stadt und einem Eindruck der Hafenseite Bostons, belohnt.

15März
2015

Wo geht's denn hier nach Irland?

... im Grunde genommen an jeder Ecke, denn in Boston ist heute die große St. Patricks Day Parade. Ganz anders als alle Paraden die Resi und ich bisher gesehen haben, nahmen an dieser die unterschiedlichsten von Militär-,Staats- und Schuleinheiten teil.

Von den Marinecorps über die Afghanistanheimkehrer, von den Senatoren und Staatsoberhäuptern zu Rettungseinheiten und Paradebands der umliegenden Schulen, sowie unzähligen, dazugehörigen Pipes and Drum-Corps, war alles vertreten.

Die ganze Stadt trägt Grün und das mit Stolz, so hängt vor fast jedem Anwesen eine irische Flagge oder Anlehnungen an Irish-Harp oder Irish-Triangle.
Überall herrscht gute Stimmung und buntes Treiben und so kann auch der Regen, der zwar der Parade ein nasses Ende bescherte, den folgenden Tagen, die Begeisterung an der irischen Gemeinde nicht nehmen.

 

Und wie groß der irische Einfluss in Boston ist, dass merkt man schon beim Betreten eines Souvenirgeschäftes, denn 70-90% der hier angebotenen Shirts oder Andenken, beziehen sich auf nichts anderes als Irland, Grün, Bier oder St. Patricks-Day.

 

 

Und da es noch keine bildliche Erwähnung fand, gibt es hier mal einen Blick auf unser Hunderttausendsternehotel ;) 

13März
2015

Montreal – 17$ pro Stunde

Ankunft in Toronto, aber leider nur zur Hälfte

Eigentlich perfekt geplant, landet ich eine gute Stunde eher in Toronto als Paul. Eigentlich – da leider nur eines meiner Gepäckstücke ankam. Trotz Gepäckverspätungsmeldung konnte ich Paul noch am Gate empfangen und wir schafften es gut zur Bushaltestelle in Downtown, um gleich weiter 5¾h mit dem Bus nach Montreal zu gondeln. Hier hatten wir zumindest kein Problem mit Übergepäck, da mein verspäteter Rucksack direkt nach Montreal geliefert wird.

Gegen Mitternacht kamen wir endlich an. Danach noch 20min zu Fuß zum Hotel und wir konnten endlich ins Bett fallen. Am nächsten Tag sind wir in unsere Wohnung mitten in der Stadt gezogen. Unser Mitbewohner Renaud war super freundlich und außerdem kaum da, sodass wir alles für uns allein hatten.

Am Montag haben wir ein Auto gekauft und alles mit Zulassung und Versicherung fertig gemacht. Behördengänge sind nicht nur in Deutschland nervig. Nachdem das geschafft war, haben wir uns immer abwechselnd mit Sehenswürdigkeiten und Autoausstattung beschäftigt, denn Montreal hat noch so viel mehr zu bieten.

Zum Beispiel ein leckeres Grillhühnchen vom Spieß :)

Vom Parc du Mont Royal hat man einen fantastischen Blick über Stadt. Auf dem nahegelegenen Lac du Castor kann man auch eislaufen, doch das blieb uns dank 2 warmen sonnenreichen Tage verwehrt. Dafür konnten wir mit dem neuen Football, auf dem ein oder anderen Parkplatz, an unserer Wurftechnik arbeiten.

Die größte Kathetrale von Montréal hat uns mit ihrer riesigen grünen Kuppel von Anfang an fasziniert. Beim Besuch blieb es allerdings bei der Faszination von Außen. Die Innenausstattung ist für Europäer, die an jeder Ecke eine Kirche stehen haben, etwas enttäuschend.

Im "Little Ialty" lässt es sich toll über den Markt schlendern.

Die Altstadt ist klein mit vielen verschiedenen Läden, entwickelt bestimmt aber erst im Sommer ihren ultimativen Charme, da es dann auch Stände auf der Straße gibt. Ansonsten verbindet Montréal auf eine geschickte Art und Weise, Altes mit Neuem und wunderschönen Sonnenschein mit Schweinekälte. 

Nôtre Dame

Natürlich haben wir auch der "Hall of Fame" im Bell-Center einen Besuch abgestattet :)

 

 

Ruckzuck ging die Woche rum und schon sitzen wir im Auto und fahren nach Boston. Morgen gibt es dort eine große Parade zum St. Patricks Day und die können wir uns ja keinesfalls entgehen lassen!